Nach dem Urlaub sind´s ja im Gesellschaftsleben immer die selben Fragen, die einen begleiten, und häufig immer die selben Antworten, die man von sich gibt, und die man aber auch hören will. „Es war so schön! Wir hatten so viel Spaß! Die gemeinsame Zeit hat so gut getan! Wir sind so richtig gut erholt!“ Pufff, so viel Glückseligkeit braucht beim Zuhören manchmal schon einen guten Magen, vor allem wenn sich Zeit- und Budget-Management nicht miteinander vereinbaren ließen und der eigene Urlaub doch in den eigenen vier Wänden stattfinden durfte. Da darf sich schon etwas Sehnsucht breit machen…  Doch Urlaub wäre nicht Urlaub wenn zu den ganzen Pros auch nicht die Cons zählen würden: verkehrsbelastete An-/Abreisen, 100% intensiv miteinander verbrachte Freizeit (Quality-Time Yucheee!), fehlende Ambition der Aktivitäten bei allen Familienmitgliedern, differenzierte Vorstellungen der Nachmittagsbeschäftigungen, Lagerkoller gepaart mit urlaubshafter Unordnung am Zimmer, ja ja, die Realität und die tatsächliche Betrachtung wirft meist schon ein ganz anderes Licht auf die Sache.

Und zu was ist er jetzt nun da, der Urlaub? Dass man sich nach auslaugender Tätigkeit ins Wonderland beamt um anschließend „Back on Track“ wieder mit vollen Akkus von Neuem Durchstarten zu können? Hoffnungsvoll auf dass die Energie bis zum nächsten „Urlaub“ reichen und sich das Bankkonto bis dahin wieder erholt haben möge?

Wir wär´s statt „Back on Track“ mal ein bisserl auf „ich bleib mal neben der Spur“ zu setzen? Hört sich chaotisch an, ist aber irrsinnig befreiend, entschleunigend, ein unglaublicher Nährboden des Lebens! Keine Angst vor zu viel Planlosigkeit, einfach probieren, so schnell verliert man  die Spur schon nicht aus den Augen!

Ab morgen, Donnerstag öffnen wir wieder die Wirtshaustür, schalten wieder die Öfen an, aromatische Düfte strömen aus der Wirtshauskuchl, verteilen sich im ganzen Haus, das Reden, Lachen und Unterhalten wird unsere Stuben mit Leben erfüllen, gewohnt, bedächtig und beständig wie es ist in einem Dorfwirtshaus, und dazwischen finden wir Zeit, Zeit, die das Leben lebenswert macht!

 

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