für große Entscheidungen zu treffen, ist nicht immer einfach, schließlich müssen (oder sollten…) daraus resultierende Konsequenzen auch in irgend einer Weise getragen werden. Doch was ist, wenn es „denn perfekten Zeitpunkt“ nicht gibt? Der Verstand und das Ego erklären uns ja regelmäßig, was wir wann, wie oder überhaupt zu Tun oder zu Lassen haben, während das Herz schon lange weiß, wo´s hingeht. Der ständige Optimierungswahn unserer Gesellschaft trägt noch das Übrige dazu bei.

Unser Blumenstock, den ich ausnahmsweise beim Überwintern einmal nicht umgebracht habe, gab mir heuer seine eigene Antwort darauf. Während die meisten Blüten im Hochsommer bei großer Hitze innerhalb kürzester Zeit verblüht waren, zeigt ein Dolden sich erst jetzt in seiner ganzen Pracht. Kräftiger, stärker, farbenfroher und mittlerweile schon über 3 Wochen erfreut er mich mit seinem strahlenden Blau, und er wird es noch ein Weilchen tun. Er war noch nicht bereit zum „richtigen Zeitpunkt“, da wo alle Anderen blühten, da, wo es sich „eigentlich gehört“. Vielleicht ist es manchmal gar nicht schlecht, sich etwas zurück zu lehnen und „sein“ zu lassen, in dem Vertrauen, dass der „persönliche“ richtige Zeitpunkt dem eigenen Rhythmus folgend kommt. Fühlt sich gut an, finde ich.

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