Highlights

gehören zum Leben dazu wie der Puderzucker auf den Faschingskrapfen, die Schaumkrone auf das Bier oder das langstiehlige Glas zum guten Tropfen Wein. Solche Höhepunkte sind jedoch nicht immer nur wohl verdient oder gut geplant, manchmal gehört auch eine gute Portion Glück dazu, und so kam es, dass  letzten Mittwoch ein Team vom ORF im Zuge des Vormittag-Programms „Guten Morgen Österreich“ bei uns zu Gast im Kochstudio war. Der riesige Truck des Frühstück-Fernsehens macht nämlich von Mittwoch, 14. 2. bis Donnerstag, 15. 2., in Weistrach halt und wir hatten die Ehre, ein typisches Mostviertler Gericht zu präsentieren! Damit der Bericht natürlich richtig geschnitten und vertont werden kann, werden die einzelnen Beiträge vorab gedreht. Das Rezept der Mostsuppe habe ich natürlich auf die Kochidee gestellt, wenn wir nach unserer Winterpause am 15. 2. wieder öffnen, wird sie auch auf der Tageskarte zu finden sein. Übrigens, so fesch im Dirndl koch ich natürlich außer an den Kochabenden auf „Rabenlehen“ natürlich nicht, aber es hat wirklich unglaublich Spaß gemacht 😉

Ein herzliches Dankeschön möchten wir der Gemeinde Weistrach mit unserem Bürgermeister Erwin Pittersberger aussprechen. Es macht einfach unglaublich viel Freude, in einer dynamischen, aktiven und modernen Gemeinde wohnen und arbeiten zu dürfen. Es ist nicht selbstverständlich, dass so offen und locker mit solchen schönen, abwechslungsreichen Möglichkeiten umgegangen wird!

 

alle Jahre wieder

Die Zeit zwischen Neujahr und Urlaub ist für mich ein gastronomisches „Niemandsland“. Die intensive Zeit im Dezember scheint vorbei und der vorfreudig herbei gesehnte Urlaub zu den Semesterferien in guter Sichtweite. Als wahrliche Faschings-Legasthenikerin und aufgrund völlig entzugsgeschädigter Geschmacksnerven wegen Mangel an buntem, saisonalen Gemüse- bzw. Obstangebot würde ich mir als mein eigener Doktor einen Winterschlaf den ganzen Jänner verordnen – Stichwort „Winterstarre“/“Jännerloch“ im letzten Jahr…

Doch das wäre jetzt ein bisserl zu einfach, und, ehrlich gestanden, das ach so herrlich trübe, wechselnde, kalt warm nasse und wer weiß sonst noch Wetter treibt einen ja momentan noch förmlich in diese Miese-Peter-Laune hinein 😉 Fenster auf, rausgehen ist ja was für geübt Mutige, tief Luft holen, Stille halten. STILLE, hier ist sie wieder, das vermeintliche Nichts, wird mich verfolgen dieses Jahr. Sie klärt den Nebel und macht Dinge greifbar. Der Zeitpunkt scheint ja nicht besser für ein Projekt, eine Veränderung oder einen vernünftig gesteckten Vorsatz. Außerdem gibt´s doch ein paar Tage, die einem das Durchhalten versüßen, wenn man es zulässt. Ob es ein festlich amüsanter Ball ist (bei uns diesen Samstag, 20. 1., Musikverein Weistrach!!!), bei dem das herraus Putzen und Feinmachen einen nicht nur einen Tag die Gedanken zerstreut oder der Kinderfasching am 28. 1., bei dem das Kinderlachen und die freudestrahlenden Augen die meist aufreibenden Kostüm-Vorbereitungen vergessen lassen. Und wem das zu viel Trubel ist, ein genüssliches Tässchen Kaffee oder Tee bei Familie und Freunden oder einfach mal alleine, vielleicht mit etwas Lesestoff, schmeckt auch um diese Jahreszeit vorzüglich.

Gedanklich bzw. vorbereitungstechnisch geht´s dann auch schon in den Februar. Schließlich ist das neue Programm Frühling/Sommer für die Kochabende auf „Rabenlehen“ in Arbeit (Termine stehen schon…) und auch die Fischwochen im Monat März im Wirtshaus mit einem Fischbuffet an zwei Freitagen (2. und 9. März jeweils ab 19 Uhr) als Highlight´s stehen an. Vorfreude schwingt mit! Schwuppdiwupp ist er rum, der Jänner, alles gut!!!

 

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Jänner, mein Niemands-Land

Auf ins „Nichts“!

Zugegeben, die oberen Zeilen sind gestohlen. Aber sie waren einfach so schön zu lesen, dass ich sie einfach vom Servus-Magazin übernehmen musste. Zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Gemütsverfassung standen sie da, die Worte, die mich beruhigten, spiegelten sie ein doch in mir verborgenes, wieder entdecktes Bedürfnis wieder.

Stille. Ja was ist den das für eine Wirtin die sich Stille im scheinbar stärksten Monat des Jahres wünscht!?! Drunter und Drüber muss es gehen, Party hier, feiern da, spät in die Nacht und Aktion rund um die Uhr… ja was wäre schon ein Dezember den man nicht auch a bissal „spürt“? Doch dann ist sie da, die Stunde, der Zeitpunkt, der Augenblick, wo man die Augen schließt und sich nicht nur im Außen, sondern auch im Inneren wahr nimmt. Jetzt ist Vorsicht geboten, den Stille zu zulassen ist eine Fähigkeit, die nicht Jedermanns Sache ist. Das vermeintliche Nichts, anfänglich meist zu Unrecht, oft als beängstigendes Gefühl wahrgenommen, erweist sich als großer Reichtum in unserer hektischen Zeit, vereint sie doch Körper, Geist und Seele und nährt somit fast von alleine unsere Kraft- und Energiequellen.

Ein Versuch ist´s wert, versprochen. In diesem Sinn wünsche ich Euch für´s Neue Jahr nicht nur Gesundheit und Glück, sondern auch eine schöne Begegnung mit Eurem „persönlichem Nichts“!

P.S.: Natürlich ist etwas persönlicher Freiraum zur Ergründung seines Nichts von Vorteil 😉 Wir gönnen uns und unserem Team ein paar freie Tage und sind ab Samstag,  6. Jänner 2018 wieder. Unser Mostviertler Buffet gibt´s übrigens wieder ab 9. Jänner. Wir freuen uns wieder sehr auf Euren Besuch!

Hackerl das Erste

Wenn ich so die letzten Wochen in meinem gefühlt „letzten“ Gang Vollgas Richtung Jahresende zusteuere, fällt mir heuer eines auf: Jedes Hackerl auf meiner „To-Do-Liste“ für Weihnachten lässt meine Rezeptoren für Weihnachtsstimmung munter werden. Ahhh, jetzt schon! Für mich ein großer Fortschritt 😉 stellte sich in unserem hektischen Gastroleben das Gefühl von Weihnachten frühestens bei Kerzenschein und Singesang unterm Christbaum ein.

Kekse gebacken Nummer Eins, Geschenke und Aufmerksamkeiten besorgt Nummer Zwei, Events und Festlichkeiten auf Rabenlehen gelungen Nummer Drei, jetzt fehlt noch Nummer Vier wenn es im Gasthof ruhiger wird und Nummer Fünf wenn die grob vernachlässigten eigenen vier Wände vom Lurch und Staub befreit sind 😉 Ich möchte zwar keinesfalls meinen, dass nicht all diese Dinge einzeln für sich großen Spaß machen, jedoch entwickelt sich ein angenehmes Gefühl der Entspanntheit und Gelassenheit, wenn ein Hackerl nach dem Anderen gesetzt ist…

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Die Kochabende auf „Rabenlehen“ waren zu Jahresende nicht nur für meine Gäste ein unvergessliches Erlebnis, auch für mich, meinem Mann und meine Eltern gestalteten sie sich in einer wunderbaren Art und Weise gepaart mit einer unbeschreiblichen Bereicherung, unterschiedlicher hätten sie nicht verlaufen können. Zuerst fand ein Kochabend mit einer „offenen Gruppe“ (d.h. mit unterschiedlichen Teilnehmern) statt, anschließend buchte eine kleine Firma den Abend als Kochkurs exklusiv und kochten sehr interessiert mit, es folgte eine größere geschlossene Gruppe die sich mehr auf die Verkostung der Weine konzentrierte, dicht gefolgt von zwei wirklich stimmungsvollen (und sehr ertragreichen) Kekserlabenden, zum Schluss gab es noch ein wahrlich herrschaftliches „Private Dining“  als Weihnachtsfeier. Das hört sich ungemein spannend an und fast so, als ob wir die Arbeit in unserem Gasthof etwas vernachlässigen würden.

Doch keine Sorge, das täuscht, und zwar gewaltig. Mit Leidenschaft und Hingabe betreuen wir jeden unserer Gäste, vom Mittagsmenü zum „á la Carte“ Gast, von der kleinen bis zur großen Feierlichkeit und natürlich, so wie jetzt zu dieser Jahreszeit, von der gemütlichen Stammtischrunde bis zur wohl verdienten Weihnachtsfeier.
Schön, dass wir so treue Gäste haben, die gerne zu uns kommen, Danke!

Post vor Weihnachten wird sicher noch kommen, bis dahin: Mögen möglichst viele „Hackerl“ ihren Platz auf der Liste finden!

In der Zielgeraden

befindet sich die Adventzeit, und ich hab das Gefühl, dass ich vor lauter „Hinrasen“ zum finalem Weihnachts-Fest doch etwas übersehe… Die Tatsache, dass ich wohl nicht die Einzige bin, der es so geht, beruhigt ungemein. Die Vorfreude auf schöne Tage im Beisammensein mit der Familie im Blickpunkt lässt mich dann doch immer wieder inne halten.

Nun zu deinem wichtigen Punkt! Es gab ja ein kleines Gewinnspiel auf Facebook anlässlich der Kekserl-Backerei auf „Rabenlehen“. Herzlichen Dank fürs Mitspielen, Teilen, Liken und Kommentieren!!! Die glückliche Gewinnerin Karin habe ich bereits verständigt, und für die Anderen: nicht traurig sein, nächste Chance nützen! Wie manche vielleicht wissen, durfte ich anlässlich der Renovierung zur „Kaiserin-Elisabeth-Warte“ beim zugehörigem Folder mit einer „Sissi-Kocherei“ mitwirken. Und da die Namensgeberin am 24. Dezember Geburtstag gehabt hätte, wird es in Kooperation mit NÖ Regional bzw. Mostvierel – Tourismus wieder eine Verlosung geben…

Stimmungsvoll und abwechslungsreich war letzte Woche die Advent-Besinnung im Kochstudio. Während am Dienstag Herr Herbert Pauli den Abend mit seinen Adventgeschichten aus dem Buch „Honig, Zimt und Kerzenduft“ abrundete, wurden wir am Mittwoch von Nikolo & Krampus überrascht, zum Schluss ging jeder mit einer großen Ladung Kekse nach Hause, die so gut waren, dass ich mir nicht sicher bin, ob sie bis Weihnachten reichen werden 😉

Im Wirtshaus erfreuen wir uns selbstverständlich auch genussvoller Stunden in weihnachtlich dekorierten Stuben, das Aufhängen des Kranzes im Außenbereich stellte sich heuer als echte Challenge für mich da… doch jetzt erfreut er uns umso mehr!

Bitte nicht vergessen: Im Dezember fällt das Mostviertler Buffet (immer Dienstag) aus. Aufgrund der doch sehr dichten Geschäftstage und der ausgedehnten Abende (Nächte) bei den Weihnachtsfeiern tut uns und unseren Mitarbeitern dieser zusätzliche freie Tag sehr gut. Danke für´s Verständnis!

Herzlichen Dank an meine Freundin Daniela, der wieder tolle Fotos gelungen sind!

www.adelberger-d.at

 

Im Gspür´

Irgendwie ist´s jetzt ein bissal ruhig geworden AUF der „Wirtshauskuchl“. Doch der Schein trügt. Den IN der „Wirtshauskuchl“, bzw. im ganzen Wirtshaus sammeln sich noch viele kleine Dinge, die dieses Jahr geschehen aber auch noch erlebt werden wollen.  Unser Garderoben-Bereich im 1. Stock bekam nicht nur farblich ein Upgrade, auch Mobiliar wurde und wird noch ausgesucht. Das Extrazimmer wird sich freitags Abends neuer Tischwäsche erfreuen, die Deko für die kommenden Wochen im Innen- und Außenbereich erstrahlt im weihnachtlichem Glanz, die Kochabende der letzten Samstag Abende auf „Rabenlehen“ waren wunderschön, die Kekserl-Advent-Besinnung folgt in der nächsten Woche, ein paar schöne Weihnachtsfeiern sowohl im Wirtshaus als auch auf Rabenlehen folgen, boahhh. Wie ging nochmal die Geschichte mit dem glücklichem Hamster im Laufrad aus, der vor lauter Eifer und Bewegungsfreude nicht aufhören konnte?

Aber nein, Gott sei Dank, und das im wahrsten Sinne des Wortes, wurden wir mit „Gespür“ ausgestattet, welches wir im letzten Jahr wieder vermehrt wahrnehmen durften 😉 Mit einer Vorahnung im Kopf und einem Bauchgefühl in der Magengegend war uns letztes Jahr im Dezember, als wir unseren Jahresplan „Wirtshaus durchs Joar“ terminisierten (der Neue ist übrigens auch schon fertig…), schon bewusst, es wird eng. Eng für was? Zeit für die Familie, für die Kinder, für das Miteinander und ja, auch Zeit für sich selbst, ein besonders wertvolles aber unterschätztes Gut. Die zusätzlichen anderen Vorbereitungen, Besorgungen und Einladungen in der Adventzeit sowie die verkürzte Helligkeit am Tag können da das Fass schon mal Überlaufen lassen sowie die Laune gehörig ins Ungleichgewicht bringen!  Daher haben wir damals schon beschlossen, den ganzen Dezember Dienstags zu schließen. Unsere Freunde des Mostviertler Buffets müssen wir bis dahin schon ins Neue Jahr vertrösten, aber keine Sorge, ab 9. Jänner geht´s wieder in gewohnter Freude weiter!!!

Zum Abschluss noch eine kleine  Ankündigung: Herr Herbert Pauli hat mir sein Buch „Honig, Zimt und Kerzenduft“ zur Verfügung gestellt. Kleine feine Adventgeschichten sind darin herrlich kombiniert mit klassisch schmackhaften Kekserl-Rezepten. Dazu möchte ich am Wochenende ein kleines Gewinnspiel in Kombination mit einem „Kochabend-Gutschein“ starten. Über rege Teilnahme würde ich mich sehr freuen!

 

Veränderungen und Entscheidungen

prägen (Gott sei Dank…) zu Hauf unser Leben, bereichern sie es doch auf unterschiedlichste Art und Weise. Vermag man bei Veränderungen das Ruder seines Schiffes noch langsam in eine andere Richtung zu lenken bzw. die ein oder anderen Mängel mit etwas Kitt und Farbe auszumerzen, so beschließt man bei einer Entscheidung doch, sein Schinakl im Hafen zurück zu lassen um mit einem neuen Gefährt von dannen zu ziehen. Auch bei uns in er Wirtshauskuchl fielen solche Entscheidungen. Aber halt, die „Wilde Zeit“ ist ja jetzt fast (mehr dazu am Schluss) vorbei, und darum ist diese Nachricht auch gar nicht so wild, wie sie sich anhört 😉 Nein, sie ist sogar sehr erfreulich!

Nach einem langen, schönen Sommer, in dem uns unser bisheriger Eislieferant nicht mehr in Geschmack und Qualität seiner Sorten überzeugen konnte, haben wir uns auf die Suche nach einer neuen Quelle gemacht. Fündig geworden sind wir in Stephanshart bei der Familie Gebetsberger.  Nach der ersten Kostprobe mussten wir keine Sekunde mehr überlegen, das Sortiment wird bis in ein paar Wochen aufgestockt.  Ein paar Cent wird das Bauernhofeis mehr kosten, aber der Geschmack überzeugt schon nach dem ersten Schlecken, versprochen!

Weiteres wird der Zander zukünftig nicht mehr auf unserer Speisenkarte zu finden sein. Warum? Der Zander, auch ein heimischer Räuber-Fisch, benötigt zum Wachsen viel Futter, das schlägt sich im Preis nieder. Heimischer, frischer Zander ist aufgrund der kleinen Bestände in unseren Gewässern maximal im Umkreis eines guten Züchters erhältlich, der Verkaufspreis wäre in einer bodenständigen Gaststätte unzumutbar. Die zweite Möglichkeit ist Frischware vom Gastro-Handel. Diese stammt, je nach Preislage, gerne aus Frankreich, Spanien, etc. Aus ökonomisch nachhaltiger Sicht auch keine sehr zufriedenstellende Option, vor allem weil der Preis pro Kilo auch noch weit über den der anderen Möglichkeiten in Österreich liegt. Ja und woher stammt nun das Zanderfilet, welches bislang auf den traditionellen Speisenkarten unserer Gaststätten stand und vielerorts noch steht? Und warum hält er sich schon so lange trotz starker Alternativen im Speisenangebot? Ich möchte echt keine Zeit mehr dafür verschwenden! Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat gestimmt, doch jetzt ist es Zeit, die Kartonagen aus dem Tiefkühlhaus zu verbannen. Die Forelle wird nun fix in unsere Speisenkarte übernommen, Saibling, Lachsforelle oder Karpfen bereichern je nach Angebot unsere Tageskarte „Saisonal und Regional“.

 

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Heimisches Forellenfilet – Fischgenuss ohne Kompromiss

Apropos Tageskarte. Unsere traditionelle „Hasensuppe“ gibt´s weiterhin den ganzen November, auch den Rehbraten wollen wir in dieser Zeit noch nicht missen. Wer noch gerne eine „Hasen-Suppen-Runde“ (1 ganzer Hase für 8 bis 12 Personen mit Beilagen) anmelden möchte, bitte bis Ende November, damit wir bei der Jagd die Hasen bestellen können, genießen kann man ihn gerne auch noch später!

 

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Handwerk und Feingefühl – Hauptgrundzutaten unserer Hasensuppe

 

Ab Donnerstag

geht´s wieder wild bei uns zu, in der Wirtshauskuchl.
Und wie „wild“ es am Teller heuer wirklich wird, zeigt zum Vorgeschmack schon das Titelbild 😉 Denn neben unseren klassischen Wildbraten mit Blaukraut & Semmelknödel und den kurz gebratenen Gustostückerl vom Grill (Hirschsteak, Rehschnitzel, Fasanenbrust) haben wir heuer etwas herum probiert und entstanden ist dabei unser

Burger vom „Pulled Deer“

OMG! Was ist das und was zum Geier hat DAS in einem Wirtshaus verloren?!?!?
Also zum Beginn vertrete ich die Meinung, dass eine Wirtshausküche im ursprünglichem Sinn es schon immer sehr gut verstanden hat, Gerichte von fernen Ländern zu importieren und zu adaptieren, Wiener Schnitzerl und Gulasch sind ja die Paradebeispiele schlechthin.  Der „Burger“ sowie das „Pulled Pork“ sind kulinarische Köstlichkeiten, die mittlerweile nicht nur bei Jugend und Food-Junkies großen Anklang finden. Große Priorität sollten dabei natürlich die hochwertigen, wenn möglich regionalen Zutaten sein. Unser Wirtshausburger mit Brot vom Bäcker, Beef vom Weistracher Angus/Galloway Rind und hausgemachte Cocktailsoße genießt mittlerweile schon einen tollen Ruf. Also warum das Ganze nicht auch mit Wild?

Das Weckerl ist das Gerüst, Feldsalat und leicht angedünstetes aromatisches Blaukraut die Basis, die 24 Stunden gegarte Hirschschulter, die anschließend „gezogen“ wird der Hauptdarsteller. Jetzt fehlt aber noch was, das I-Tüpfelchen sozusagen, da habe ich so lange gegrübelt, bis sich das Problemchen von alleine gelöst hat…

Denn mit einem Anruf brachte sich Christiane ins Spiel, hat sie doch aufgrund Ihres mehr als ertragreich wuchernden Quittenbaums mir einer überdimensionale Quittenlieferung zukommen lassen. Was tun mit diesem Haufen scheinbar undankbaren, harten, säuerlich-süßen Früchten? Dr. Google ist bekanntlich eine große Hilfe, und schon wurde das erste Chutney geköchelt. Begeistert kann man von dieser Arbeit (ich würde eher sagen „Hackn“) nicht wirklich sein. Doch dann kommt der erste Bissen vom Burger, die Müh ist vergessen, und alle im Küchenteam gingen eifrig ans schälen, schneiden, dünsten und abfüllen!
Danke liebe Christiane, nächstes Jahr bitt goar schen wieder!!!

Unsere Wildwochen finden vom
26. Oktober bis zum 12. November statt.
Wir freuen uns sehr auf Euer Kommen und bitten
um Tischreservierung unter 07477/423 64.

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Unsere Chutneys, Marmeladen, Würzen und Dips sind bei uns auch für zu Hause erhältlich. Selbstverständlich werden alle Gläser bei uns in der Küche produziert und abgefüllt. Das Obst und Gemüse stammt zu 100% von Bauern und Gartenfreunden aus der Region.

 

So, meine Lieben,

herzlich Willkommen zum heutigen Sonntag bei uns im Wirtshaus. Und wer sich heute bei uns verwöhnen lässt, dem sei Gewiss, er hat die Qual der Wahl! Zur Vereinfachung gibt´s noch einen schönen Überblick!

Beginnen möchte ich mit unserem Sonntagsklassiker, der Kalbsbrust. Wir wissen, von wo sie her kommt, den wer will schon einen alten Stroh- und Heubeisser, wenn doch nur das Milchkalb das Beste ist! Fein und mager vom Charakter, leicht bekömmlich in der Verdauung und in punkto Ehrlichkeit des Rohproduktes unübertreffbar, ist sie jedoch in vielen Gaststätten bereits ins Hintertreffen geraten und hat, angeboten auf der Tageskarte, schon Seltenheitswert. Bei Klassikern fehlt manchmal halt einfach ein bissal das „Neue“…

Ofenfrisch gibt´s heute auch einen Schweinsbraten, zart gegart und wohl gekrustet erfreut er sich als Mittagsbraten bei der Familie immer großer, beständiger Beliebtheit. Manchmal ist er halt ein bissal fett oder doch ein bissal trocken, und scheidet so die Geister. Der Geschmack ist aber zu 100% gegeben, der Bauch wir notfalls mit dem Semmelknödel immer voll. Sollte der „Schweini“ etwas zu deftig ausgefallen sein, ein Schnapserl wird´s schon richten!

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Nix schief gehen kann mit Gebackenem, in unserem Fall das Cordon – Bleu. Ob junge oder älter Gäste, Beilage nach Wahl, bei großem oder kleinem Hunger, wenn was übrig bleibt, einfach die Alufolie dazu, zur Jause immer eine willkommene Abwechslung. Ein unkompliziertes Gericht, bei dem sich nur in der Ausführung die Geschmäcker unterscheiden. Pute? Schein? Kalb? Huhn?

Ein knackigeres Grillgericht hätten wir mit unseren Schweinsmedaillons gefunden! Kombiniert mit frischem Herbstgemüse, Kroketten und würziger Pfeffer-Soße bilden sie zart rosa gegrillt eine sowohl optische als auch geschmacklich herrliche Komposition, die den Gaumen frohlocken lässt! Als Festgericht gedacht sind sie jedoch nicht immer alltagstauglich, den der sie rosa liebt, kann sie durch nicht essen, und umgekehrt ist es genauso.

Zum Schluss hätten wir noch unser Fischgericht, die heimische Forelle sorgfältig filetiert, man hofft halt, dass sich der Koch auch wirklich Mühe gegeben hat 😉 Wer möchte schon die ein oder andere Gräte im Rachen spüren. Fein bekömmlich, wohl gewürzt sollte man jedoch bedenken, dass das Sättigungsgefühl bei Fisch oft nur von kurzer Dauer ist und der Hunger sich bald wieder einstellen könnte.

Oh, das vegetarische Gericht, ja, das hätte ich fast vergessen! Und das völlig zu unrecht. Schließlich wird gedrosselter Fleischkonsum beharrlich propagiert und hat ja aus gesundheitlichen Gründen jede Berechtigung. Etwas mehr Feingefühl beim Kochen voraus gesetzt erweist sich die gesunde Alternative oft als vernünftige Entscheidung, auch wenn der „Biss“ manchmal ein wenig fehlt.

Ich hoffe, Ihr habt Euch entschieden und habt keine Sorge. Sollte euch heute die Wahl zu schwer gefallen sein, wir freuen uns sehr auf einen neuerlichen Besuch!

Ned böse sein, etwas Spaß muss sein 🙂

Glück oder gutes Timing?

In dem Fall dürften wohl beide Parts ein perfektes Zusammentreffen gefunden haben.
Den wie sonst kann ich mir erklären, dass mein Vorratsschrank jetzt pünktlich vor der angekündigten „Altweiber-Sommer-Woche“ so schön voll geworden ist? Bei diesen herrlichen Temperaturen möchte man doch wirklich nicht mit Topf und Kochlöffel bewaffnet am Herd kämpfen, wenn die Sonne so schön in die Natur lockt!

Raus ins Freie, Augen schließen, tief die Herbstluft einatmen.
Öffnet man dann die Augen und sieht die goldene Farbenpracht der Blätter vergleichbar wie das Schimmern am Meer, füllt man diese Wärme bis ins Herz strahlen!
Wäre doch wirklich schade gewesen, wenn wir ohne diese prächtige Jahreszeit hätten auskommen müssen! Ich hab´s übrigens letzte Woche auch zum Gärtner geschafft um uns und unseren Gästen den Herbst nochmal ins Wirtshaus zu zaubern, sicher ist sicher…

P.S.: Unser Regal im Extrazimmer ist jetzt gut gefüllt mit Marmeladen, Chutney´s, Würzen etc., Geschmack im Glas der bis in die kälteste Winterzeit erhalten bleibt!
Tascherl mit 3 Gläser zum Beschenken und Verwöhnen der Liebsten stehen bereit 😉

Mit Vorfreude, die ist ja bekanntlich die Schönste Freude ist, warten wir nun auf unsere Wildwochen ab 26. Oktober. Ein herzliches Dankeschön geht auch noch an unsere Gäste des letzten „wilden Kochabends“ auf „Rabenlehen“, es war wieder ein wunderbares, nicht nur kulinarisches, Erlebnis!