Notbremse

Wer in seinem Leben schon einmal die Notbremse gezogen hat, weiß, dass man im kritischen Moment keine Sekunde zögert, sie zu ziehen, wobei nicht jeder Mensch immer in der Lage ist, dies zu tun. Vor ca. 5 Jahren, so genau kann ich das gar nicht mehr sagen, haben wir das in unserem Wirtshaus getan. Zugegeben, damals hatten wir noch keine Ahnung, wie es dann weiter gehen sollte, und auch ob. Ich verglich unsere Situation wie mit einem riesigen Scherbenhaufen eines Teils unseres Lebens. In völliger Schockstarre verharrten wir auf dem Schuttberg, bis sich der Nebel des Einsturzes gesetzt hatte. Nicht den Hauch einer Bewegung wagten wir, wollte man sich doch nicht noch mehr verletzten oder kaputt machen. Manche haben damals gefürchtet, dass dies der Anfang vom Ende ist, wissen tut man das selbst auch nicht in solchen Lebenskrisen. Viel Wasser ist seither dem Berg hinunter gelaufen, und heute kann ich nur sagen, ein Ende ist selten ein Ende, sondern immer der Anfang von etwas Neuem. Und mit etwas Glück, entsteht sogar etwas großartiges Neues. Aus den vielen kleinen Scherben von damals sind neue Kunstwerke entstanden, eingestürzte Mauern ließen den Blick auf mehr Weite zu und abgelegte Denkmuster ermöglichten den Raum für Kreatives.

Aktuell ziehen wir zwar keine Notbremse, wir wissen nun, wo die Herkömmliche ist 😉 Der zweite Ruhetag ist Konsequenz aus einigen Puzzlesteinen, und ist die Grundlage, dass wir, und dazu zählen nicht nur wir als Familie, sondern auch unsere Mitarbeiter, zukünftig Spaß an unserer Arbeit haben. Dabei sei erwähnt, dass wir aktuell nach wie vor Unterstützung, gerne jeden Alters, gelernt oder ungelernt, in unserem Wirtshaus suchen:
– Service (Teil- oder Vollzeit)
– Küche, Hilfskraft (Teil- oder Vollzeit, auch Aushilfskräfte zum Jobben)
– Reinigung (Teil- oder Vollzeit, auch Aushilfskräfte zum Jobben)
Neben freier Kost und Bezahlung über Kollektiv bieten wir geregelte Arbeitszeiten ohne Teildienste in einem familiären, beständigen Familienbetrieb mit gutem Betriebsklima, Probearbeiten gerne möglich! Wir freuen uns auf einen Anruf (07477 423 64) oder ein persönliches „Vorbeischauen“.

Unseren neuen Öffnungszeiten ab sofort:

Montag: 9 – 22 Uhr, Küche von 11.30 – 21 Uhr
Dienstag, Mittwoch Ruhetag
Donnerstag: 9 – 14 Uhr, „Mostviertler Mittagsbuffet“ von 11.30 – 14 Uhr, keine „a la Carte“ Gerichte
Freitag: 9 – 22 Uhr, Küche von 11.30 – 21 Uhr
Samstag, Sonntag 9 – 14 Uhr auslaufend, Küche von 11.30 – 14 Uhr
„auslaufend“ bedeutet: Kaffee & Kuchen sowie Jause für gebuchte Feiern gerne möglich

Wir danken für Euer Verständnis und freuen uns auf viele gemütliche Stunden bei uns im Wirtshaus!

Die Sehnsucht der Ferne

hat uns diesen Sommer wieder gepackt, und so hat sich die Wirtsfamilie in den Flieger gepackt und einige Kilometer, Länder und Meere zwischen uns und unser Wirtshaus gebracht. Etwas ganz Besonderes für uns, in jeder Hinsicht. Unser Sommerurlaub neigt sich dem Ende zu, und wir sind so glücklich, wie schnell, unkompliziert und einfach wir ab dem ersten Reisekilometer abschalten konnten. Die andere Kultur, die konträre Lebensweise, der andere Rhythmus, der fremde Destinationen mit sich bringt, es wird wohl eine Mischung aus allem sein, die uns besonders gut tut. Die gemeinsame Zeit für uns als Familie, die wir fernab besonders intensiv verbringen können, gleicht die mangelnde Zeit unterm Jahr, besonders an den Wochenenden, etwas aus. Das letzte Jahr war sehr turbulent, wohl für alle, für jeden auf eine andere Art und Weise. Dabei nicht die Balance zu verlieren, die Mitte, das Gleichgewicht, es war oft ein Drahtseilakt, mit dem Gespür dafür, nicht die Freude des Seins zu verlieren. Inne halten, sich spüren, Pause machen, dabei die Seele baumeln lassen, sich belohnen mit Freiraum und dem einfachen Glück, das gelingt nicht mit einem scheinbar tollen Urlaub, sondern nur in sich selbst. Wobei, zugegeben, er trägt schon ungemein dazu bei, sich darüber bewusst zu werden 😉

Wie geht´s im Wirtshaus weiter?

Ab Donnerstag, den 22. Juli sind wir wieder wie gewohnt für Euch da, natürlich zu den gewohnten Öffnungszeiten. Ab Montag, den 19. sind wir auch telefonisch wieder besser erreichbar und freuen uns, Eure Reservierungen entgegen nehmen zu können. Unsere Grill-Freitage mit unserem Salat- und Beilagenbuffet starten ab Freitag, 30. Juli, darauf 5 mal in Folge. BITTE unbedingt rechtzeitig an eine Tischreservierung denken. Kulinarisch auf der Saisonkarte sind Eierschwammerl natürlich das Hauptthema, unsere beständigen Wirtshausklassiker bleiben natürlich nach wie vor unverändert und für unser bekanntes Mostviertler Mostbratl (aktuell mit Kohlrabi) darf natürlich auch nicht fehlen. Hier gilt nach wie vor: Wer es unbedingt genießen möchte, reserviert sich seine Portion bitte schon tags zuvor, da wir es stets „ofenfrisch“ zubereiten.

Wir freuen uns so auf ein Wiedersehen und auf viele gemütliche Stunden bei uns im Wirtshaus!

Der Drang, wissen zu wollen,

wo´s herkommt, also unsere Lebensmittel, ist größer als je zuvor. Verständlich, sind doch faire Bedingungen für Mensch und Tier sowie ökonomische und nachhaltige Betriebsprozesse ein wichtiger Beitrag für unser allgemeines Wohl. Doch sind regional und saisonal auch im betrieblichen Alltag praktikabel? Das Leben ist kein Ponyhof. Spätestens wenn Fakten wie Angebot, Preis und Nachfrage aufeinander treffen, wird´s spannend.

Folgende drei Szenarien aus unserem kleinen „Wirtshaus-Mikrokosmos“:

  • Unsere heimischen Fische beziehen wir seit 3 Monaten ausschließlich von Roland Hadeyer aus Vestenthal. 100% lieferfähig das ganze Jahr, Top Preis/Leistung, unkomplizierte Bestellung & Lieferung, das Optimum für uns als Wirtshaus und für den Kunden in punkto Transparenz.
  • Seit 2 Wochen sind wir in Kooperation mit dem Gemüse – Biohof von Romana und Mario Kronsteiner in Haidershofen. Grundsätzlich bieten sie Ab-Hof Gemüse-Kistl an, beliefern nicht die Gastro. Wie es die Natur oft mit sich bringt, unterliegt das Ernten Schwankungen. Wenn also „Überschuss – Mengen“ entstehen, kommen wir ins Spiel und ersetzen die Ware des Großhändlers mit ihren Gemüse-Raritäten. In dieser Woche waren es wieder knackige Blattsalate, die in ihrer Diversität und Frische herausragend waren, Spitzkraut und surrealer Brokkoli. Das Absprechen und Kompensieren erfordert hier schon mehr Zeit, ist aber jeden Aufwand wert.
  • Eierschwammerl sind ab jetzt auf der Tageskarte, und manche fragen sich, wo den die jetzt so wachsen… na im Wald natürlich! Spaß beiseite, natürlich kommen sie aus den Wäldern unserer Nachbarländer. Dort wachsen sie je nach Wetterlage nicht nur zeitiger, sondern werden auch nach Größe sortiert. Die Lieferfähigkeit unseres Gemüsehändlers ist lückenlos gegeben, was uns das Planen auf der Speisenkarte ermöglicht. Bedenken bezüglich Facharbeiter von anderen Ländern braucht man nicht haben, gebe es ohne Erntehelfer aus dem Osten weder Spargel, Erdbeeren, Wein noch sämtliches anderes Gemüse.

Lebensmittel sind Vertrauenssache, der Markt ist komplexer, als man denkt und doch muss man die Kirche auch mal wieder im Dorf lassen. Kenntlichmachungspflicht? Ja bitte, für alle. Egal ob Produzent, Verarbeiter oder Händler. Nur so schafft man Bewusstsein für die große Dimension des Nahrungsmittel-Marktes.

Das erste Mal

Ist in jeder Hinsicht immer eine aufregende Geschichte und hat das volle Potential, in Erinnerung zu bleiben! Ja, ich sehe die ersten schon Zuhause grinsen, auf was ich nun hinaus will. Bitte einfach locker bleiben 🙂 Ich meine jene Ersterlebnisse, die man sowohl als Kind, Jugendlicher aber auch als Erwachsener sammelt. Rasseln schon die ersten Highlights eurer ersten prägendsten Male durch Euer Kopfkino? Erster Tag im Kindergarten, Schule, Arbeit, natürlich auch Freundschaft, Liebe, Freude, aber auch die erste größere Enttäuschung, Kummer, Sorge? Ob Erlebnisse oder Gefühle, manchmal ziehen unbekannte Lebenssituationen unbemerkt und spurlos an uns vorbei, während andere Situationen uns Prägen, Formen und gedanklich sowohl positiv als auch negativ uns in Erinnerung bleiben. Mit etwas Mut zur ehrlichen, selbstkritischen Reflektion lernen wir daraus, sammeln Erfahrungen und entwickeln uns weiter. Das Leben ist voller ersten Male!!!

Die kommende Woche darf ich wieder bei „Silvia kocht“ zu Gast sein. Von Montag bis Donnerstag gibt´s auf ORF 2 um 14 Uhr wieder jeden Tag zwei Rezepte & Kochideen aus der Wirtshauskuchl, Freitag geht´s auf Tour mit Silvia ins schöne Niederösterreich. Produkte wurden übrigens über die AMA-Genuss-Region von kleinen, familiengeführten Betrieben & Manufakturen zur Verfügung gestellt. Die neue Plattform bündelt Produzenten, Manufakturen und Gastrobetriebe und lädt zum Einkaufen, Genießen und Erleben ein. Es lohnt sich, einen Blick rein zu werfen.

Und nein, es war nicht mein erstes Mal mit Silvia in ihrer Küche zu kochen, sondern das erste Mal mit halb offenen (!) Haaren. Ich geb´s zu, ich bin schwach geworden beim Styling. Zuerst verbot es mir der gute Ton, dem Stylisten zu sagen, wie er seine Arbeit zu machen hat, und dann war ich so auf´s Kochen fixiert, dass ich auf die „Mähne“ vergaß… bis ich die ersten Fotos davon sah. Mein Conclusio? Es war das letzte Mal.

Die Kunst beim Warten

ist nicht die Geduld, so habe ich kürzlich wo gelesen, sondern die Fähigkeit, dabei positiv zu bleiben. Grundvoraussetzung dafür ist natürlich, dass man sein positives Gemüt dem Negativem vorzieht 😉 Warten, es gibt kaum einen anderen Zustand, der grundsätzlich nicht schmerzhaft aber zugleich sehr unangenehm ist. Also warum das Ganze nicht einmal etwas trainieren, mehr Positivity bitte! Jeder simple Gute-Laune-Ratgeber machts vor: die lange Schlange vor der Kassa, schön, Zeit für mich. Der zeitraubende Stau am Weg nach Hause? Mit der richtigen Lieblingsmusik kommt Schwung und gute Laune ins Auto. Das lahme W-Lan beim Streamen? No Problem, Stecker ziehen und raus in die Natur, morgen klappt´s wieder besser. Ja, so weit so gut, in der Praxis umsetzbar. Ich würde behaupten, das ist etwas für „Beginners“ oder „Level 0“. Dem, was wir jetzt ausgesetzt sind, hat „Advanced“ und „Expert“ übersprungen und den absoluten „Profi“ Modus erreicht. Wir warten nicht nur auf das frisch gezapfte Seiterl beim Wirt, das knusprig goldbraun gebackene, servierte (!) Schnitzerl zu Tisch, der Kunst und Kultur aufgeführt auf unseren zahlreichen Bühnen des Landes oder der ersehnten Auszeit weg von Zuhause. Wir sehnen uns nach herzliche Umarmungen und Begrüßungen, unbeschwerte Treffen, gesellige Runden in unserem Verwandten- und Freundeskreis, sowie einem normalen Arbeitsalltag fern von Masken, Abstand und Testen. Und so, wie es jetzt ist, ist das nunmal verdammt unangenehm!

Auf diesem Weg nun etwas positive Wirtshaus-News, um die Vorfreude auf´s Öffnen zu intensivieren: Wie Viele schon wissen, gestalten wir unseren Innenhof neu. Die Neugierde ist groß, da schon durchgesickert ist, dass es kein klassischer Gemma-Gams Gastro-Gastgarten wird… Wir möchten hier auch nicht genauer darauf eingehen, Schönes will selbst erlebt & gespürt werden. Nur so viel: Ca 1/6 des Daches wurde erneuert, neue Fenster eingesetzt, die Fa. Stöckler gestaltet die Fassade genauso wie unser Zimmerer, der auch für die 1/3 Überdachung des Hofes sowie die Holzterrasse verantwortlich ist. Der Steinmetz wird demnächst die Beetbegrenzungen mit Mühlviertler Granit setzen, während der 70 Jahre alte Rebstock diese Woche geliefert wird. Der Spengler bereitet das Kupfer für´s Dach vor, und unser Altholz-Tischler fertigt das große Hoftor. Die Landhausmöbel sind schon seit Wochen eingelagert in unserer Garage und die dazu passenden Leinen-Polster stehen in Schachteln bereit. Die Luster aus Murano – Glas wurden überpünktlich geliefert, was wir von unserem frei hängendem Kamin nicht behaupten können. Wir hoffen, dass die handgeschmiedeten Außenlampen keiner Verzögerung unterworfen sind. Es geht voran, es macht uns froh, und noch viel mehr, wenn wir daran denken, wenn wir dort viele schöne gemeinsame Stunden verbringen können!

Stillstand ist Rückschritt?

Ach Quatsch, nur nicht durch solche Floskeln sich verunsichern lassen. Denn Stillstand ist nicht gleich Stillstand und der Blickwinkel, aus dem man die Lage betrachtet, ist auch nicht für Jeden gleich. Von Außen betrachtet dauert die Zwangspause in der Gastronomie nun schon ziemlich lange, aber im Hintergrund bewegt sich oft mehr, als man denkt. Stille ist eine Kreativitätsquelle schlechthin, außerdem bietet sie Raum für viel Inspiration. Wer uns kennt, weiß, dass wir diesen Umstand gerne nutzen 😉 Und da es nun ja eh schon in einem OHausen geht, haben wir uns gedacht, wir setzten unser Innenhofprojekt doch etwas früher um als geplant. Wir wissen nicht, wie die aktuelle Lage sich weiter entwickelt. An ein Öffnen des Wirtshauses ist wohl vor April nicht zu denken. Aber eines wissen wir: Irgendwann wird´s wieder anders, und dann freuen wir uns, wenn unser Stätte des Arbeitens, Verweilens und Genießens mit einem wunderschönen neuen Innenhof bereichert wird.

Der Stillstand im einen Bereich unseres Lebens ermöglicht es uns, in einem Anderen nun völlig aktiv mitwirken zu können. Wir setzen uns mit dem auseinander, was uns gefällt, was praktisch umsetzbar ist und was sich in unser Verständnis ein Wirtshaus zu betreiben vereinen lässt. Unser Innenhof ist ja so etwas ähnliches wie ein Rohdiamant, der seit geraumer Zeit im Dornröschenschlaf vor sich hin schlummert. Dass wir nun so viel selbst schleifen dürfen an unserem Projekt, ist dem nun schon lange anhaltenden Gastro-Dauer-Lockdown zu verdanken. Seit Anfang Dezember bündeln wir nun unsere Ideen und geben sie an unsere Baufirmen weiter. Aktuell sind wir bei den groben Arbeiten, Fundamente, Fassade, Fenster und Dach. Im Frühling wird die Überdachung folgen, wir sind schon sehr gespannt. Wie wohl die dekorative Gestaltung aussehen wird? Gemütlich auf jeden Fall, das Meiste ist schon bestellt und ausgesucht. Auf den Insta-Stories werdet ihr gerne auf dem Laufenden gehalten.

Bis wir wieder öffnen dürfen, freuen wir uns, wenn ihr unsere „Wirtshauskuchl-To-Go“ – Küche nützt. Wir sagen DANKE für Eure Unterstützung und wir brennen schon darauf, Euch wieder im Wirtshaus bewirten zu dürfen, bleibt´s gsund!

Oh du fröhliche…

Es will nicht richtig mit der Weihnachtsstimmung. Vieles ist anders, ungewiss und unbeständig. Doch grundsätzlich gebe es als Wirtsfamilie kein besseres Jahr als heuer, sich auf Weihnachten einzustimmen. Die Tatsache, die gesamte Adventszeit einmal so nutzen zu können, wie man es sich insgeheim viele Jahre zuvor zumindest in Ansätzen gewünscht hatte, schafft doch eine perfekte Grundbedingung. Wo z´wickt´s?

An der Deko kann´s nicht liegen, sowohl im Wirthaus als auch privat sorgen Engerl, Nikolos und leuchtende Bäumchen für weihnachtliches Ambiente. Volle Keksdosen gab es heuer erstmals schon ab Ende November, und nicht erst im Last-Minute Backverfahren kurz vor dem 24igsten. Bunt gespickte Weihnachts-Playlists sorgen für ordentlich Stimmung zu jeder Gelegenheit, ob beim Kochen, Backen, Putzen oder Autofahren. Die Bildungslücke an nicht gesehenen Kinderweihnachts-Filmen ist nach unzähligen Kinoabenden mit den Kids geschlossen. Wer jetzt denkt, dass das Thema „Punsch“ noch fehlt, etwas Geduld, auch der wurde schon bei knisterndem Feuer in einer heuer überdurchschnittlichen da selbst gemachten Qualität genossen.

„Das Beste daraus machen“, es war ein guter Versuch, der ewig in Erinnerung bleiben wird, doch eines wissen wir nun auch: Uns fehlt das Feiern in unseren Stuben, das Plaudern und Lachen unserer Gäste, das bunte und oft auch hektische Treiben in unserem Wirtshaus. Es gehört einfach dazu für unser Weihnachten. Denn erst wenn es nach viel Lärm und Trubel, nach unzähligen Weihnachtsfeiern ab 23. Dezember ruhig wird, dann beginnt für uns Weihnachten, unser ganz persönliches Fest. Und so hoffen wir, dass auch Ihr in euer Fest findet und Weihnachten für Euch dann beginnt, wenn für Euch der richtige Zeitpunkt ist!

Wir sagen ganz herzlich DANKE für Eure großartige Unterstützung bei unserer „Wirtshauskuchl-to-go“ in den letzten Wochen und auch in den zukünftigen. Dank euren Zuspruch können wir zuversichtlich und sorgenfrei ins Neue Jahr blicken.

Wir wünschen Euch schöne Adventtage, ein frohes Fest an Weihnachten und einen guten Rutsch!

… sollten wir uns nicht mehr sehen. Unsere Gerichte zum Abholen bzw. die Abholtage findet ihr nach wie vor unter den Mittagsmenüs. Gerne lassen wir uns auch „verschenken“. Gutscheine für unser Wirtshaus bzw. für Kochabende auf „Rabenlehen“ können gerne im Wirtshaus an den Öffnungstagen abgeholt werden, auch nächste Woche sind wir gerne da, bitte nur vorher anrufen (07477 423 64).

Übrigens, nächste Woche ist es endlich soweit und wir sind schon sehr gespannt, wenn ich, Lydia Maderthaner am 22.12. mit Silvia Schneider bei „Silvia kocht“ auf ORF 2 um 14 Uhr koche, Wiederholung am nächsten Tag 9.30. Unser Mostbratl mit Erdapfelknödel und Bratwürstel vom Stundner Max mit Krautsalat haben ihren Auftritt. Es macht uns sehr glücklich, wenn ihr die Freude, bei dieser Show dabei sein zu dürfen, mit uns teilt!

Die Ungewissheit

ist groß, wenn der Weg im Leben sich unerwartet gabelt und man ungewollt vor der Entscheidung steht, ob man nun rechts oder links spaziert, reißaus nach hinten nimmt oder nicht einfach doch den Kopf für eine Weile in den Boden steckt. Was erwartet einen? Wird´s schwieriger, einfacher oder kommt nach der Kurve etwas Unvorhergesehenes, vielleicht sogar etwas Schönes?  Fragen über Fragen, überfordert mit der Tatsache, das sich Vieles auf der Welt nicht planen lässt. Weggabelungen des Lebens, wir sind ihnen ständig ausgesetzt, und sie könnten unterschiedlicher auf jeden Einzelnen nicht treffen. Welchen Weg hat man bis dahin bereits ohne Pause zurück gelegt? Wie viel Gepäck schleppte man, oft auch unnötig, mit sich rum? Streifte einem die Sonne übers heitere Gesicht oder peitschte einem nasskalter Wind entgegen? Wurde man dazwischen begleitet, oder hatte am Wegesrand vielleicht sogar den ein oder anderen unterstützenden Applaus ohne dass einem Steine vor die Füße geworfen wurden?

Im Wirtshaus haben wir gerade viele Weggabelungen hinter uns, und wohl auch noch vor uns… Aber auch wenn mal mehr zum Schleppen ist, das Wetter nicht mitspielt und der Pfad immer dünner und steiler wird, so können wir behaupten, dass sich das auch wieder ändern wird. Wir haben uns, damit meine ich nicht nur uns als Familie, mit Euch, unseren Gästen und unser Team, sondern uns selbst. Tief in uns eine Stimme, auf die wir hören und vertrauen können, auch wenn der Lärm in dieser Welt gerade fast unerträglich ist. Und allein diese Tatsache stimmt doch schon sehr zuversichtlich.

Übrigens, wir biegen ab, von der Lichtung in den Wald, und kochen ab morgen Wild! Mit viel Liebe, Hingabe und Leidenschaft freuen wir uns auf Euren Besuch und Leben im Wirtshaus. Wir hoffen, Euch auch in dieser turbulenten Zeit betreuen zu dürfen. G´sund bleiben!

Eine Frage des Blickwinkels

Da staunten wir nicht schlecht, als wir nach einer Wanderung durch die Ötschergräben an einem Stausee vorbei kamen, der uns an etwas erinnerte: unsere Sommerreise letztes Jahr… sind doch der Unterschied oberflächlich betrachtet von den zwei Bildern lediglich ein paar Holzboote und eine wackelige Schaukel.

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Doch zwischen einem Tagesausflug, und mag er noch so schön sein, und einem mit Bedacht ausgewählten Urlaubsziel, liegen emotional Welten. Was ist da in uns, was Urlaubsdestinationen so besonders macht? Welche Sehnsüchte werden da in uns geweckt? Und wieso gelingt es uns, diese in der Ferne besser zu stillen? Mit uns auf Reise, so empfinde ich es, geht auch unsere Seele. Sie erfreut sich an neuen Eindrücken, fremden Tagesablauf und an zu entdeckenden Abenteuern.  „Im Rausch der Sinne“ lässt man den Alltag viel besser hinter sich. Reisen, für Viele ein Grundrecht, ein Lebenselixier und ein Kraftquell. Doch eines kann man besonders diesen Sommer sagen: ein Privileg, welches nicht jeder Mensch auf dieser Welt besitzt.

Trotz oder eben gerade wegen der fordernden Corona-Zeit, wo unser Gasthaus geschlossen bleiben musste, haben wir beschlossen,  unseren Sommerurlaub nicht ausfallen zu lassen. Wir haben zwei kleine Kinder, die sich mächtig auf Mama und Papa ohne Arbeit freuen, außerdem möchten auch wir diese erholsame, energiespendende Zeit nicht missen.

Wir starten mit dem Urlaub am 6. Juli, er endet am 22.  Juli.

Gerne sind wir ab Donnerstag, 23. Juli wieder für Euch da. Für Reservierungen oder Anfragen bitte nützt das Formular, welches auf der Seite der „Mittagsmenüs“ zu finden ist. Telefonisch ist es zwar möglich, aber auch etwas schwierig, da wir nicht immer Zuhause sein werden. Gerne könnt ihr es probieren, aber es ist immer etwas frustrierend, wenn man niemanden am Telefon erreicht… Wir freuen uns sehr, wenn wir uns nach dem Urlaub wieder sehen! Übrigens: Es starten da auch unsere Freitägigen Grillabende, gemütlich genussvolle Stunden bei uns im Wirtshaus garantiert. Habt eine schöne Zeit!!!

Oft ist´s ein bisserl laut

auf dieser Welt. Unglaublich, wie viele Einflüsse „von Außen“ oft  und das zumeist ungefragt, auf einen einprasseln. Scheinbar ungeschützt sind wir Ebbe und Flut des Lebens ausgesetzt und nicht selten fühlt man sich da ein wenig einsam in seinem Schiffchen. Es wird ja oft behauptet, „wir sitzen alle im selben Boot“. Nunja, absaufen will man ja eh niemanden lassen, aber diese Aussage ist schon ein bisschen einengend.  Der gleiche Ozean, der je nach Wetterlage einmal mehr, einmal weniger freundlich ist, in Ordnung, aber wir alle im selben Boot? Die Einen navigieren, die Anderen rudern und Manche lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen? Das würde ja bedeuten, das man als Einzelner kaum eine Wahl hat und wenig Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen.  Und das, wo wir Menschen unterschiedlich fühlen, empfinden und erleben? Laut ist´s oft in dieser Welt, die wir teilen. Doch die Paddel hat jeder von uns bereit, die Richtung zu ändern, in eine ruhigere Ecke zu schippern und einmal an Land anzulegen.

Die Corona-Zeit und deren Auswirkungen könnten für Jeden nicht unterschiedlicher sein. Wir sind sehr glücklich, durch diese außergewöhnliche, turbulente „Welle“ halbwegs unversehrt durchgerudert zu sein. Darüber sind wir unseren Mitarbeitern und Euch, unseren Gästen sehr dankbar!  Wir sind sehr gespannt, ob die Erfahrungen, die wir in dieser Zeit machen durften, Nachwirkungen zeigen oder ob uns der „Alltags-Rausch“ wieder schnell eingeholt hat.

Zumindest im Wirtshaus haben wir das Gefühl, dass das „Business as usual“ bis auf die größeren Feiern schon wieder fast hergestellt ist. Daher werden wir an den letzten 2 Samstagen, die wir eigentlich bis zum diesjährigen Sommerurlaub (6. bis 22. Juli) ganztägig geöffnet halten wollten, wieder zu den ursprünglichen Öffnungszeiten (9 bis 14 Uhr auslaufend) zurück kehren. Wie erwähnt, der Sommerurlaub steht an… im Bild oben übrigens ein wunderschöner Sonnenaufgang Bali 2019. Anfänglich waren wir noch etwas unsicher, ob wir uns die anberaumte Zeit im ganzen Ausmaß gönnen wollen bzw. auch können,  schließlich war der Betrieb 3 Wochen ganz still gelegt. Urlaub (und nicht Stillstand) bedeutet aber Seelennahrung, nicht nur für jeden Einzelnen, auch in der Familie und Partnerschaft. Eine unwiederbringliche Zeit, mit unserem Boot eine größere Insel der Ruhe anzusteuern, auf die wir uns sehr freuen!