und natürlich die Antworten dazu!!!

Denn viel wurden wir gefragt zum Thema, das Interesse und selbst verständlich die Neugierde sind geweckt. Genauer betrachtet hat sich das Ganze ja zu einer „ganz großen Sache“ entwickelt und da will man schon oft ein bisserl mehr dazu Wissen. Jetzt, wo der Großteil an offiziellen Terminen vorbei ist, da nehme ich mir gerne Zeit, die 10 häufigsten, lustigsten oder, wie soll man sagen, spannendsten Fragen, die mir gestellt worden sind, hier nochmals zusammen zu fassen.

Viel Vergnügen dabei!

1. Wo habt ihr Euch beworben?

ODER, was ich persönlich ja total spannend finde „Wo kann man sich bewerben?“, was ja grundsätzlich voraus setzt, dass man sich bewerben will. Nein, für so etwas kann man sich (bis jetzt…) nicht bewerben. Denn GIS-Gebühren sei verdankt, dass jeder ausgewählte Moderator die freie Hand hat, für Ihn passende Teilnehmer zu finden. Das ist in unserer Mediengesellschaft nicht selbstverständlich, da fast jede Gastro-Wirte-Most-Tourismus-Vereinigung Kooperationen mit Medien und der Gleichen hat und jeder Betrieb, der nicht Mitgliedbeiträge für eben jene Organisationen bezahlt, quasi durch den Rost fällt. In unserem Fall war es das große Glück, dass Thomas Birkfellner bei der ORF-Sommertour vor einem Jahr in Weistrach war. Er hat sich einfach an uns erinnert, und was uns ganz glücklich macht, er hat keine Sekunde gezögert, mit uns das zu machen, es sei denn, wir hätten das nicht machen wollen!

2. Gab es für den Sieg eine Prämie?

Nein, die Prämie hätte dann ja auch das Mostbratl bekommen müssen 😉 Wir durften es einfach zubereiten, ins Rechte Licht rücken und präsentieren. Die Drehtage, Pressekonferenzen und sonstigen Termine sind zwar ein bisserl ein Aufwand, aber die Erfahrungen und Menschen, die man kennen lernt bevor es überhaupt zur finalen Entscheidung kommt, sind großartig. Das persönliche „Erfolgsgefühl“ sowie der aus dem Sieg resultierende Werbewert kombiniert mit der Tatsache, dass wir all das mit Euch emotional im Gespräch teilen dürfen, unbezahlbar.

3. War die Show recht aufregend?

Als wir am Tag nach der Show auf der TV-Thek uns die gesamte Live-Show nochmals angeschaut haben, muss ich ehrlich gestehen, fand ich es viel aufregender! Warum? Die Show ist eigentlich total durchgeplant, straight, da ist kein Spielraum zwischen links und rechts, es wird nichts dem Zufall überlassen, und das ist gut so. Schließlich ist das der Arbeitsplatz von vielen Menschen, und die müssen wissen, was sie zu tun haben. Für uns Menschen, die mit dem Business nichts zu tun haben, wirkt die Fernseh-Welt total weit weg. Wenn man einmal mitten drinnen war, merkt man, dass das alles seinen Takt hat ohne Aufregung. Diese findet vor dem TV-Gerät statt, denn dort verbindet man sich mit den Personen, mit denen man eine Verbindung hat, mit denen man mit fiebert, von denen man mehr sehen möchte, oder die einen, wenn alles passt, begeistern. Danke dass wir das sein durften!

4. Warst du (also ich, die Wirtin) recht nervös?

Also Hunger hatte ich den ganzen Tag nicht viel, der Magen war immer leicht flau, unruhig im klassischen Sinn bin ich aber bei solchen Dingen nicht wirklich. Was hat man schon zu verlieren? Nichts. Wenn man so etwas Großartiges machen darf hat man schon gewonnen. Was soll schief gehen? Keine Ahnung, ich weiß nur, dass der Moderator, die Kameramänner und die Regisseurin im Hintergrund das „Schiff“ sicher durch den Hafen kuttern, die helfenden Hände mit allen geeichten Mitteln so zu sagen.

5. Wie war den die Karlich und OMG wer hat sie in das Kleid gesteckt!

Die Barbara Karlich ist so wie im Fernsehen, sympathisch, freundlich und, das machts aus, äußerst professionell. Sie weiß ganz genau, wann sie was, wie und wo macht und mit welchem Aufwand. Präsent ist sie immer pünktlich zum Termin, ab der ersten Sekunde voll dabei, gibt Feedback und weiß aber auch selbst damit umzugehen. Ein Charakter, der fast im Alleingang eine Show stemmen kann. Das Kleid, nunja, zugegebener Masen nicht die beste Wahl, lenkte eindeutig von ihrer Moderation ab. Aber wer weiß, vielleicht war es ein Einkleidungs-Vertrag der besagten Trachten-Firma, und wenn man dann in einem Monat den Jo-Jo-Effekt zu spüren bekommt, kann es schon mal sein, dass das Dirndl nicht mehr ganz so passt…

6. Ist das Original – Mostbratl nun vom Schwein oder vom Rind?

Das setzt grundsätzlich einmal voraus, dass es überhaupt ein ORIGINAL gibt 😉 Mir wurde von Anfang an die Möglichkeit gelassen, das Fleischteil selbst aus zu suchen. Ganz ehrlich, wer verbindet den nicht beim Beißen eines knusprigen Schwartls genüsslich freudige Momente? Außerdem, das Schwein war in der ländlichen Gegend das gängigste Tier bei der Hausschlachtung, das Rind wurde nur Zuhause verzerrt, wenn es sich um eine „Notschlachtung“ (zb. gebrochener Fuß) handelte. Schweinefleisch wurde seit jeher auf den Bauernhöfen zerteilt und verarbeitet, man denke nur an guten Speck, Würste, Räucherwaren, Grammeln, Schmalz… Die Hauben und Gourmet-Tempel wollten in den 80er Jahren etwas „Feineres“ als das vermeintlich einfache, deftige Schweinsbratl mit Most aufgießen, so wechselten diese zum Rind. Auch gut, auch fein, nur eben etwas ganz Anderes.

7. Was hat den die Bosna/Bosner/Wurst bei der Show verloren?

Ja, nein, schauen wir uns das bitte nicht Schwarz oder Weiß an. Sicher ist die Teilnahme dieses „Snacks“ stark polarisierend, der aber im österreichisch/deutschen Raum seinen Ursprung hat. Nur, den Spruch, „Wer keine Bosner in Salzburg gegessen hat, war nicht in Salzburg.“ ist bekannt, und, ich kann behaupten, ich kenne total wenige Menschen, die nicht auf diesen leckeren Imbiss stehen… Vielleicht hätte man es einfach besser verkaufen müssen? Fernsehen ist Show, Show bedeutet, etwas zu verkaufen. Ein Mostbratl vom Rind mit Semmelknödel und Erdapfel ist lange nicht so populär wie das „Mostbratl vom Schwein (knusprige Kruste) mit Erdapfelknödel (weiß, flaumig) und Spargel (heimisch, saisonal, knackig)“ Eine Bosner beinhaltet Bratwürste (nachhaltig da das gesamte Tier verarbeitet wird) mit knusprigem Brot (vom regionalen Handwerks-Bäcker um die Ecke) mit Zwiebeln (die gibt’s das ganze Jahr aus Österreich!!!), dazu ein paar Gewürze (etwas Exotik braucht der Mensch), Senf und Ketchup. Hört sich doch schon besser an oder?

8. Kriegt man bei Euch nun überhaupt noch einen Platz?

Dass es nun bei uns total überlaufen ist, das kann man definitiv nicht behaupten. Natürlich ist mehr Bewegung, auch kommen Gäste nun öfter von weiter her, weil sie einen Ausflug ins Mostviertel machen wollen, und auch unsere Stammgäste, die viel mit uns verbinden, wollen es kosten. Alle haben einen Gusto bekommen! Und das ist schön. Die Wochenenden sind stark gebucht, das waren sie jedoch auch schon vorher. Angst braucht bitte niemand haben, dass das nun alles zu viel werden könnte. Wer weiß, neue Unterstützung und Hilfe werden wir wohl bald brauchen, das Wohl unserer Gäste, ob treue Stammgäste oder neue Gäste, liegt uns nach wie vor sehr am Herzen!

9. Kannst du das Mostbratl überhaupt noch sehen?

Ich kann ja zum Glück behaupten, dass das Mostbratl ein super tolles Gericht zum Zubereiten ist. Unser super tolles, altes Ofenrohr leistet zuverlässigste Dienste. Das Knödel machen, und ich steh es mir auf täglich Frische, hängt sich schon manchmal etwas an, aber sie gehen in Windeseile von der Hand. Das Einzige, was oft etwas schwierig ist, ist die Anzahl der geschätzten Portionen, die wir jeden Tag brauchen. Ich steh es mir auf die „Ofenfrische“, aufgewärmt vom Vortag, Hand aufs Herz, das wäre doch kein „Schatz“ aus 9 Plätze 9 Schätze. Das Ofenfrische ist doch das nicht mehr selbst verständliche. Also die große Bitte, wer zu uns kommt und unbedingt das Mostbratl genießen möchte, kurz anrufen und vorbestellen. Das erspart nicht nur enttäuschte Gesichter, es ist auch ein Beitrag zu einer gewissen Nachhaltigkeit, da nicht benötigte Portionen nicht verschwendet sind. Danke dafür!

10. Und wie soll es im Wirtshaus nach dem Erfolg nun weiter gehen?

Wie soll es weitergehen? So wie eh und je, mit Leidenschaft, Herzblut und Begeisterung. Dazwischen ist´s oft mal ein bisserl stark, dann wieder leichter. Mehr gibt´s dazu nicht zu sagen, wir freuen uns, mit Euch ein tolles Wirtshaus betreiben zu dürfen!