Zugegeben, nicht jedes Gericht ist eine Komposition aus eigener Feder. Sei´s das Rezept der Nachbarin oder Freundin, das Gekochte aus dem Fernsehen oder die Inspiration aus der Zeitung. Kunst ist es, das Brauchbare aus all der Informationsflut heraus zu filtern und zu einem beständigen, am Besten wiederkehrenden Gericht seines Alltags zu machen. So geschehen ist es bei den

Gewürzbirnen

die ich in einer bekannten Monatszeitschrift entdeckt habe. Birnen, die manchmal zu hart zum Essen (ja fast ungenießbar), aber im Endeffekt doch von der Haltbarkeit begrenzt sind, haben so die perfekte Verwendung. Eingelegt im Glas ziehen sie nach 3 Wochen so richtig durch, werden weicher und passen dann perfekt zu allen Wildgerichten, aber auch zu Süßem. Der Aufwand hält sich in Grenzen und der Geschmack ist jenen aus der Dose, na, da will ich gar nicht weiter schreiben…

Zutaten für Gläser mit insgesamt ca. 1,5 Liter Inhalt
1 kg feste Birnen, Saft von 1 Zitrone, 250 ml Weißwein, 250 ml Birnensaft, 250 ml Wasser, 80 g Rohrzucker, 2 kleine Zimtstangen, 1 Vanilleschote, 6 Kardamonkapseln (alternativ gemahlen), 4 Nelken, 200 g Brombeeren

Zubereitung: Die Birnen schälen, vierteln, entkernen und mit Zitronensaft beträufeln, die restlichen Zutaten in einem Topf aufkochen und die Birnenstücke zugeben. Die Birnen 2 Minuten köcheln lassen in zwei sterile Einmachgläser verteilen. Den kochenden Sud mit den Gewürzen über das Obst gießen und die Gläser sofort verschließen. Wer eine rote Färbung wünscht, kann ein paar Brombeeren (ev. ein Löfferl Beerenmischung tk. als Ersatz wie in meinem Foto) ins Glas beifügen. Auf einem Tuch stehend abkühlen lassen. Die eingelegten Birnen sollte man vor dem Genuss 2-3 Wochen ziehen lassen. Kühl und dunkel lagern, ca 6 Monate haltbar

Übrigens, diese Birnen gibt´s zu unseren Bratengerichten von Reh und Hirsch dazu, aber nur solange der Vorrat reicht 😉