„Restlküche“, was für ein Begriff für mich als Wirtin. Zu meinen Anfangszeiten in der Küche war es definitiv nicht „en vogue“, über gebliebene Lebensmittel, Produkte die noch gut aber eben nicht mehr verkäuflich waren, in irgend einer Weise aufzuwerten. Komisch, da ja gerade die geschichtliche Kochweise am Lande, über die Jahrhunderte geprägt, es als selbstverständlich ansah, Nichts unverwertet in den „Sautrog“ zu werfen 😉 Der

Scheiterhaufen

gehört zu einem dieser kreativen Rezept-Weiter-Entwicklungen. Nahm man für die Masse zwar zumeist keinen Brioche, wie ich im Rezept, sondern Semmeln. Äpfel waren im Mostviertel immer vorhanden, Milch, Eier und Zucker sowieso.

Altbackene Brioche-Kipferl, Kirtagkipferl oder Stritzl würfelig geschnitten
je nach gewünschtem Anteil Apfel-Würferl
8 Dotter
Rosinen, Vanillezucker, etwas Zucker nach Belieben, ev. Zimt
Milch zum Anweichen
Brioche-Würfel, Apfelstücke, Dotter, Rosinen, Vanillezucker und Zucker mit etwas heißer Milch zu einer nicht zu patzigen Masse verarbeiten, sie soll möglichst fluffig bleiben. Das Ganze in einer Auflaufform/Backblech verteilen, glatt drücken, darauf die Schneehaube (8 Klar mit 35 dag Zucker zu festem Schnee schlagen) streichen. Bei 150 Grad 40 Minuten (je nach Höhe) backen.

Mal wieder ein herrliches Rezept „aus dem Gefühl“, ich liebe es!!! Gutes Gelingen!!!

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