Zu dieser Jahreszeit wird´s mit heimischem Gemüse schon ein wenig spärlich. Zwar sind die „Big Player“ im Lager- und Knollengemüse, Zwiebeln, Karotten und Sellerie stark vertreten, Abwechslung ist halt eher nicht so gegeben. Verwöhnt vom ausländischen Überangebot wie´s so ist, sehnt man sich jedoch schon nach etwas an „mehr“. Wir im Wirtshaus lieben bei unserem Gemüse ja die Mischung, nicht zu viel von dem, nicht zu viel von jenem und gern mal etwas Neues dabei. Die bunte Rübenvielfalt, heimisch, gschmackig und jetzt saisonal immer wieder verfügbar, sind unsere aktuellen Lieblinge! Die klassische rote Rübe kennt man ja vom Salat, manche Mutige bereiten daraus auch eine Suppe zu. Die gelbliche Steckrübe und die rosarote Chiogga-Rübe gelten für die ein oder anderen schon als „Exoten“, abschrecken lassen sollte man sich von ihnen aber keinesfalls lassen!

Im gut sortierten Gemüse-Regal entdeckt, empfehle ich zwei Arten, sie zu verarbeiten. Entweder gekocht/gedünstet und anschließend kurz gebraten zum herkömmlichen Gemüse beigemengt, oder als Rohkost-Salat dünn geschnitten mit Blattsalaten, Sauerrahm und Marinade verfeinert. Wer möchte kann dazu Räucherfisch und Roastbeef genießen, Schafkäse oder gebratener Speck passen dazu natürlich auch vorzüglich. Eines sollte man jedoch vielleicht beachten: Maß und Ziel sollte man bei den Rüben nicht aus dem Auge lassen, denn einmal etwas „zu viel“ genossen, kann man sie schnell eine Zeit lang „nicht mehr sehen“, und das wäre wirklich zu Schade…