Die ersten Bilder vom frischen Bärlauch geistern ja schon durch sämtliches Social Media. Persönlich muss ich gestehen, bekam ich noch keinen zu Gesicht. Auch das oben verwendete Bild stammt noch aus dem Archiv, schließlich ist der Spargel ja auch schon drauf 😉 Die ersten feinen, besonders aromatischen Blätter sind aber doch noch sehr mühsam zu pflücken. Für Haushaltsmengen lohnt sich der Aufwand alle Mal, in der Wirtshauskuchl ist das aber doch noch etwas Sisyphus-Arbeit. Dennoch, für Alle, die es interessiert, wie wir den Bärlauch verarbeiten: Wir machen

Bärlauchpesto

Dazu schneiden wir den sauberen Bärlauch in feine Streifen und mixen ihn dann im Mixaufsatz mit Olivenöl fein durch. Fragen zum Thema Pesto:

Wird der Bärlauch gewaschen? Nein, er ist ungespritzt und wächst natürlich an den gewissen Platzerln. Wir kontrollieren ihn sorgfältig auf Sauberkeit, Verunreinigungen, Ästen, Laub und etwaigen Getier. Zu hoher Wasseranteil wäre schlecht für die Haltbarkeit des Pestos.

Kommen andere Zutaten ins Pesto? Ich persönlich bin der Meinung, dass gerade bei einem sehr geschmacksintensivem Pesto gutes Öl und das Kraut selbst reicht. Pinienkerne, geriebener Parmesan etc. schmecken frisch in das Kochgut zugefügt meist besser, Salz ist ebenfalls nicht notwendig. Sollte man das Pesto gerne kalt und pur genießen wollen (also nicht beimengen), dann eignet sich etwas grobes Meersalz/Fleur de Sel noch eine besonders gut aufgrund seiner Struktur.

Wie lange ist es haltbar? Bärlauch ist aufgrund seiner ätherischen Bestandteile überdurchschnittlich lange haltbar. In keimfreie Gläser, vielleicht in nicht zu Große (jede Teilentnahme birgt das Risiko einer Verunreinigung) gefüllt, luftdicht/mit Ölschicht bedeckt verschlossen, kühl und dunkel gelagert hält es gut und gerne ein Jahr.

Wie und für was setzt man es ein? Grundsätzlich zu Allem, was man Lust und Laune hat! Besonders aber in weiße Grundsoßen für Soßen und Suppen, ins Risotto, zu Nudeln und Gnocchi, für Bärlauchkartoffeln statt Petersilie, bei Marinaden und Dressings für Salate, zum Marinieren von Fleisch, als Zugabe für würzige Füllungen bei Cordon Bleu, Geflügel-Rouladen, Nudeltaschen, Vegi-Knödel und Palatschinken, zur Jause bei Schafkäse, Jause, Bruschettas,… Fehlt noch was?