Rauch und Schall

und nix dahinter, nein, so starten wir nicht in den Mai. Konkret auseinander setzen mussten wir uns im Wirtshaus jetzt aber endgültig mit dem undurchsichtigen Rauchverbot. Uns ist bewusst, dass beim „Zusammensitzen“ in gemütlicher Runde beim Wirt für Viele eine Zigarette dazu gehört. Dennoch sind wir verpflichtet, Minderjährige unter 18 Jahren, Nicht-Rauchende Mitarbeiter, Schwangere und natürlich auch Nicht-Rauchende Gäste zu schützen. Da sich unsere Schank im Gastzimmer befindet, sowie unsere Toiletten nur über eben diesen Raum erreichbar sind, haben wir uns zu dem Schritt entschlossen, ein Rauchverbot im Erdgeschoß einzuführen. Qualmende Räumlichkeit und der damit verbundene Geruch passen vielleicht manchmal zur Wirtshauskultur, nicht aber zur Speisenkultur… Um die Möglichkeiten des Rauchens speziell im Winter zu erleichtern, im Sommer bleibt uns überbrückend ja Gott sei Dank der Gastgarten, sind wir noch am Überlegen, Ideen sind vorhanden 😉

Eine weitere handfeste Angelegenheit betrifft unser Team. Wir sind sehr glücklich, denn wir haben Zuwachs bekommen! Andreas ist nun unser neues „Familienmitglied“ und arbeitet bei uns als Koch bevorzugt am Wochenende in der Küche. Unter der Woche sind wir noch immer etwas knapp besetzt, daher suchen wir für 2 bis 3 Tage bevorzugt wochentags (Dienstag, Freitag) eine Hilfskraft zwischen 10 bis 20 Stunden. Wir würden uns noch sehr über eine Bewerbung freuen!

Passend zum Mai steht nun auch der Maibaum am Dorfplatz, der Mostkirtag ist ebenfalls vorbei und der Regen trägt dazu bei, dass die Mostflecken am Asphalt auch verschwinden. Das bedeutet, unsere Gastgarten-Saison ist eröffnet! Frisch und knackig hat der Spargel Einzug auf unsere Tageskarte gehalten. Für Fans unseres Spargel-Cordon-Bleus hat das Warten nun endlich ein Ende, und unser Grillgemüse wird nun wieder mit dem königlichem Gemüse aufgewertet. Was Besonderes habe ich übrigens auch an meinem arbeitsfreien Tag, den „Wirts-Sonntag“, ausprobieren dürfen (Danke Johann!) Das enthalte ich unter der „Kochidee“ natürlich niemanden vor. Es war ein Festmahl!!!

 

 

Auf die Plätze, fertig… BAUMBLÜTE!

Über 10 Jahre ist´s her, dass ein Artikel in der „Tips“ ein hohes Maß an wanderfreudigen Menschen zu uns nach Weistrach lockte. Der Artikel wurde gut verwahrt in einer Mappe, und das ist bei meinen bescheidenen Fähigkeiten bei der Rechnungs – Zettel – Dokumenten – Archivierung eine für mich zufriedenstellende Leistung. Passend zur jetzt beginnenden Baumblüte habe ich in abgetipselt und ich hoffe, er dient zur Inspiration, ein paar herrliche Stunden im Mostviertel zu verbringen, schließlich ist dieses Naturschauspiel, dass unmittelbar bevor steht, doch ein Highlight im Kalenderjahr!

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Original-Text von Michael Wasner aus der Tips der KW 15/2007, für aktuelle Richtigkeit bzw. Wegmarkierungen kann ich leider keine Gewähr leisten 😉 Etwaige Rechtschreib-/Abschreibfehler möge mir verzeihen, die Tastatur liegt nicht so gut in meiner Hand wie das Messer und der Kochlöffel!

Baumblüte im Mostviertel

Anfahrt: A1 Abfahrt Haag, B 42 Richtung Stadt Haag zur Abzweigung Wolfsbach und entlang der Beschilderung nach St. Johann/Engstetten (Bahnhaltestelle)

Ausgangspunkt: St. Johann in Engstetten (Bahnstation bzw. Parkplatz unterhalb der Kirch, 350 m). Nach einem Blick in die um 1500 erbaute Pfarrkirche (rhombisches Netzrippengewölbe, Ölbild „Madonna im Ährenkleid“, hinter dem lebensgroßen Kruzifix verdecktes Fresko von Lydia Roppold) folgen wir den beim Gasthof Berndl einsetzenden rot-weiß-rot Markierungen durch eine Gasse dann übe eine Löwenzahnwiese entlang von Obstbäumen aufwärts zu wie Bauernhöfen und auf einem Feldweg zur Geländekuppe des Dirnberges (415 m). ein weiter Ausblick über das westliches Mostviertel belohnt den kaum 20-minütigen Anstieg. Das gesamte Talbecken zwischen Haag, Wolfsbach, St. Peter und Weistrach zeigt sich in einem duftig weißen Blütenmeer, dazwischen eingebettet unzählige, stattliche Vierkanthöfe, die neben den Mostobstbäumen diese Kulturlandschaft auf unverwechselbare Weise prägen. Von den südlichen Anhöhen grüßen die Kirchen von St. Michael und Sonntagberg sowie die Aussichtswarten von Platten- und Damberg.

Nach kurzem Abstieg zum Dirngergerhof wendet sich die Route der Waldkuppe des Haberges (402 m) zu. Diese wird knapp unterhalb umgangen, ehe ein Feldweg mit Blickrichtung St. Peter und Seitenstetten nach Hausleiten zur Landesstraße hinableitet. Jenseits auf Wiesenpfaden entlang von Obstbäumen die hier zweigeteilte Westbahnstrecke anvisieren und überqueren (dazwischen gelbes Wegschild „St. Peter – 1 Stunde“). Gleich danach über den Zauchabach und am Güterweg aufwärts bis die nächste Markierung wieder links zu Zauchasenke wegleitet. Bei diesem romantischen Wegabschnitt lassen sich fast immer Rehe und Hasen beobachten. Am Ortsbeginn von St. Peter/Au treffen wir auf die Weistracher Straße, auf der wir nach 300 Meter die Abzweigung des Wanderweges nach Weistrach erreichen (1 1/2 Stunden). Nach dem Inzinghof schwenken wir vor einem eingezäunten Waldstück (hier gut auf die Markierung achten) rechts zum Schoderhof. ab. Hier beginnt eine prachtvolle Birnbaumallee, die uns vorbei an der Fröschl Kapelle in dien Nachbarort Weistrach (350 – 2 1/2 Stunden) hinüber leitet.

Blickfang des sauberen Marktes ist die spätgotische, dem hl. Stephan geweihte Pfarrkirche, die in ihrem Inneren ein einzigartiges, in überschnittenen Schleifen gezogenes Netzrippengewölbe birgt. Zwei gut geführte Gasthöfe bieten Gelegenheit zur Einkehr. Ein ganz besonderes Ereignis ist der traditionelle Mostkirtag, heuer am 29. April, im Ortszentrum.

Am Dorfplatz beginnen mehrere Wanderwege. Wir halten uns an das Wegschild „Bahnhof St. Johann“ und folgen dem Weitwanderweg 454 in nördlicher Richtung. Auch diese Route ist mit den bereits bekannten rot-weiß-roten Schildchen bestens markiert. Sie leiten uns nach der Ortsendetafel links aufwärts zu den „Holzschachenhäuser“ und anschließend durch ein stilles Forstrevier. Bei einem Querstraßerl rechts hinaus zur Landesstraße und nach 100m wieder rechts in einen Güterweg einschwenken. Rechts vor uns sehen wir aus einer Wiesensenke das Dach eines großen Bauernhofes aufragen. Wem nach einer zünftigen Mostschänke zumute ist, der verlässt beim 1. rechts abzweigenden Schotterwegerl die beschilderte Route und spaziert nun zu diesem Bauernhof abwärts, hinter dem sich der „Mostheurige z´Gridling“ der Familie Metz/Sturm verbirgt. Zu den Öffnungszeiten von Freitag bis Sonntag jeweils ab 15 Uhr gibt es hier kellerfischen Most und eine zünftige Brettljause, gegen Voranmeldung (07477/44221) auch an anderen Terminen.

Über ein schmales Wiesenweglein steigen wir am Rande eines Feldes wieder zum Waldrand auf, wo wir mit der markierten Route zusammentreffen und abwechselnd durch Wald, Streuobstwiesen und entlang blühender Obstbaumzeilen der verträumten Bahnstation St. Johann entgegen marschieren.

Gehzeit: 3 1/2 bis 4 Stunden, Wegbeschaffenheit vorzüglich markierte Wiesenpfade, Güter- und Waldwege, kaum Steigungen

Osterpost

Ich weiß, sudern über das Wetter gehört in unseren Breiten ja wirklich in die Kategorie Luxusproblem. Aber mal ehrlich, meine aneignenden Gewohnheiten der Wettervorhersage betreffend wirken schon fast neurotisch. Ein schöner, sonniger Tag, einzigartig singular plaziert in der Frühlingswoche, lässt schon am Vortag leichtes Transpirieren an Organisations-Schweiß bei mir aufkommen. Wirtshaus offen?!? Wie lange!?! Wieviel Stunden Sonnenlicht können real unter freiem Himmel aufgesaugt werden?!? Zeitplan abstecken, Vorbereitungen starten! Gummistiefel, Gartenwerkzeug und alles was sonst noch so von Nöten ist, um der Ausübung „Scherren wie ein Hendl im Dreck“ zu frönen, werden griffbereit vor der Haustüre plaziert. Hobby-Kluft und Ausrüstung warten wohl vorbereitet in der Garderobe auf mich, für panisches Suchen im Wäschekorb keine Zeit. Dass die Uhren bei Schönwetter ja wohl doch schneller ticken liegt hoffentlich nicht nur in meiner Einbildung bzw. meinem Zeitmesser… Nächster Tag, frischer Wind, neue Himmelsfeuchte, ach, herrlich, wenn der Winter wieder tagelang mit dem Frühling streitet… so scheint der eigene Körper einen Kampf auszutragen. Lähmende Müdigkeit umkommt den Geist, irgendwer muss den Schlaf nächtens rauben, anders lässt sich der zähflüssige Gemütszustand nicht erklären.

Unabhängig der Wetterlage freue ich mich auf die nun endlich sprießenden Vitamine. Die schmecken herrlich, bringen Frische und Abwechslung in die Wirtshauskuchl und sie geben Gewissheit, dass es vorwärts geht! Der Bärlauch hat´s schon auf die Tageskarte geschafft, der Spargel wird noch etwas bis nach Ostern brauchen und das erste Gemüse aus Österreich wurde schon im Gemüse-Regal gesichtet. Es wird!

Bis dahin freuen wir uns im Wirtshaus auf Ostern, Zeit, Freude und Entspannung mit der Familie. Da diese Zeit zu den Feiertagen bei uns im Wirtshaus etwas begrenzt ist, haben wir uns nachher ein paar Tage „Zwickelfrei“ genommen, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ist geschlossen. Danke für´s Verständnis! Selbstverständlich wünschen wir auch Euch ein frohes Fest, etwas Ruhe, Erholung und viele schöne Stunden, möge der Wetter-Gott darauf keinen Einfluss haben!

Zu guter Letzt: Für Genussfreunde, Lebensgeister und Menschen mit Sinn für´s Kulinarische, die einmal ein besonderes Lebensgefühl erleben möchten,  darf ich noch meine Kochabende empfehlen, die in zwei Wochen (14. und 21. April) zum Thema „Spargel trifft Rind – Frühlingserwachen auf Rabenlehen“ stattfinden. Wir würden uns noch sehr über Teilnehmer freuen! (Infos im Wirtshaus, 07477/423 64)

News on the Blog

Zeitgleich mit dem Meteorologischen Frühlingsbeginn, Mutter Natur spannt uns ja noch ein bisschen auf die Folter, starten unsere Fischwochen. Die Qual der Wahl hatte ich bei der Auswahl, schließlich soll´s ja nicht nur schmecken, sondern auch heimisch bzw. nachhaltig sein. Feine Filets aus unserem Ländle sind es geworden, dazu ein saftiges Bio-Lachsfilet sowie meine ins Herz geschlossenen „Blue-Label“-Garnelen. Diese Qualität schlägt sich zwar etwas im Preis nieder, aber man schmeckt´s, versprochen! Herzhaft, gschmackig und unkompliziert kombiniert mit klassischen Beilagen lassen sie das vitale Feinschmecker-Herz höher schlagen. Für Fleischtiger habe ich noch unsere heiß geliebte Beiriedschnitte darauf gepackt 😉

Eine weitere willkommene Abwechslung im Monat März sind die Theater-Aufführungen der Theatergruppe aus Weistrach. Sorgfältig ausgewählt haben sie auch heuer wieder das unterhaltsame Stück „Nonnen – Poker“, ein Angriff auf die Lachmuskeln in 3 Akten. Aufführungstermine:
Samstag, 3. März 2018 20 Uhr
Samstag, 10. März 2018 20 Uhr
Sonntag, 11. März 2018 14.30 Uhr
Freitag, 16. März 2018 20 Uhr
Samstag, 17. März 2018 20 Uhr
Kartenbestellungen sowie Sitzplatzreservierungen werden unter 0676/434 36 06 an Dienstagen zwischen 9 und 10 Uhr sowie an Freitagen zwischen 20 und 21 Uhr entgegen genommen. Sowohl die Mitglieder als auch wir freuen uns auf zahlreichen Besuch!

Der letzte Punkt, der eine Neuigkeit in unserem Wirtshaus darstellt, hat mit der nicht endenden Thematik ums Thema Rauchen zu tun. Wir sind eine Wirtsfamilie, die versucht, weder schwarz noch weiß zu denken. Wir wissen, dass Rauchen ungesund ist und sowohl für Mitarbeiter als auch Gäste bei erhöhtem Aufkommen eine Zumutung ist. Dass sind Zucker, Fette, Alkohol und Lärm im Übermaß genossen jedoch auch. Wir reflektieren ständig das leidige Thema Rauch. In unserem Dorfwirtshaus sind wir oft in der zwiespältigen Lage, es jedem Recht machen zu WOLLEN, mit großer Betonung auf Wollen. Die zwei Lager „Rauchen“ und „Nicht-Rauchen“ tragen jedoch immer häufiger zu schlechter Stimmung bei, zugespitzt hat sich die Situation besonders an Sonntagen. Daher haben wir aus Rücksicht auf die zahlreichen Familien, die uns vor allem Sonntags mit ihren Kindern zum Mittagessen besuchen, an Sonn- und Feiertagen im Erdgeschoß ein komplettes Rauchverbot eingeführt. An den anderen Tagen behalten wir die derzeitige Trennung der Raucher/Nichtraucher-Bereiche bei. Wir danken für das Verständnis!

 

Neues Familienmitglied gesucht!

Wir sind ab sofort auf der Suche nach einem neuen Mitglied in unserem Familienbetrieb in der Küche!

Köchin, Koch, Profi, Küchenperle, Chef, Taudendsassa oder Küchenfee
natürlich mit Leidenschaft und Hingabe zum Kochen?

Der freie Arbeitsplatz ist langfristig als Vollzeitanstellung (40 Stunden/Woche) gedacht. Natürlich wäre auch eine Aufteilung auf 2 Teilzeitstellen (20 Stunden/Woche) möglich. Geboten werden neben Kost und Logis geregelte Arbeitszeiten bei leistungsgerechter Bezahlung (Basis Kollektiv je nach Ausbildung).

Weitere Informationen gerne bei uns im Gasthof, unter (07477) 423 64 sowie per Mail kontakt@wirtshauskuchl.com . Wir würden uns sehr über eine Bewerbung jeder Altersklasse sowie ein persönliches Gespräch freuen!

Für alle Anderen, bitte weitersagen & teilen, damit wir auch Euch auch weiterhin in gewohnter Weise verwöhnen können & dürfen!

 

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aber nur nicht sentimental werden ;-)

Im letzten Beitrag habe ich noch wunderbar über die Highlights im Leben philosophiert, „die Schaumkrone beim Bier“, der „Puderzucker beim Krapfen“ und das „Weinglas bei Wein“. Da zählt der Augenblick, der Moment des Geschehens. Heute, ein paar Tage später, ist´s der Inhalt, der mir wahrlich in freudiger Erinnerung bleibt und mein Herz nachhaltig berührt. So wäre die Schaumkrone nix ohne den Hopfen, das Malz, die Arbeit  der Bauern und das Feingefühl der Braumeister. Kein Puderzucker der Welt kann hinweg täuschen über einen harten, trockenen Krapfen mit billiger Marmelade und ohne der Liebe des Bäckers. Und auch das schönste, teuerste Glas der Welt vermag den Geruch und Geschmack des Weines nur zu unterstreichen, niemals zu verbessern. Erfüllt und einzigartig wird das Ganze jedoch erst mit den Menschen, denen wir tag täglich begegnen. Kein Bier ohne gesellige Runde, kein Kaffeetratsch ohne den lieben Freunden und kein gutes Achterl ohne etwas zu Quatschen!

So war´s auch beim  Fernsehbericht, eine Momentaufnahme, wunderbare Bilder, ein schöner Bericht (danke Barbara und Christoph!), ein herrliches Erlebnis. Doch das, was bleibt, sind die Erlebnisse im Herzen. Die Zufälle, die sich ergeben müssen, bis man zu so einem Highlight kommt, die neuen Begegnungen, die in den letzten Wochen mit neuen und bekannten Gesichtern statt gefunden haben. Aber natürlich auch die vielen Puzzlesteine, die sich seit Jahrzehnten in unserem Haus zusammen gefügt haben und solche Dinge erst in ihrem Glanz erstrahlen lassen. Scheinbar unauffällig summieren sie sich zusammen, das Eine still und heimlich, das Andere beständig und verlässlich, das Nächste unerwartet und überraschend. Ist´s ein Puzzle oder eine Gleichung? Was wäre das Berechenbare ohne eine gute Portion Glück inklusive Gesundheit?

Der richtige Zeitpunkt um ein bisschen zu reüssieren und Dinge, die sich ergeben, nicht als selbstverständlich abzutun.

Danke für den Zusammenhalt, der Stärke, der Beständigkeit und die Ruhe in der Familie.
Danke für das Zusammenspiel von Familie, Mitarbeitern und unseren Gästen.
im Bewusstsein, dass Gesundheit und Glück ein wahrliches Geschenk sind!

und jetzt bitte nicht sentimantal werden 😉

 

Highlights

gehören zum Leben dazu wie der Puderzucker auf den Faschingskrapfen, die Schaumkrone auf das Bier oder das langstiehlige Glas zum guten Tropfen Wein. Solche Höhepunkte sind jedoch nicht immer nur wohl verdient oder gut geplant, manchmal gehört auch eine gute Portion Glück dazu, und so kam es, dass  letzten Mittwoch ein Team vom ORF im Zuge des Vormittag-Programms „Guten Morgen Österreich“ bei uns zu Gast im Kochstudio war. Der riesige Truck des Frühstück-Fernsehens macht nämlich von Mittwoch, 14. 2. bis Donnerstag, 15. 2., in Weistrach halt und wir hatten die Ehre, ein typisches Mostviertler Gericht zu präsentieren! Damit der Bericht natürlich richtig geschnitten und vertont werden kann, werden die einzelnen Beiträge vorab gedreht. Das Rezept der Mostsuppe habe ich natürlich auf die Kochidee gestellt, wenn wir nach unserer Winterpause am 15. 2. wieder öffnen, wird sie auch auf der Tageskarte zu finden sein. Übrigens, so fesch im Dirndl koch ich natürlich außer an den Kochabenden auf „Rabenlehen“ natürlich nicht, aber es hat wirklich unglaublich Spaß gemacht 😉

Ein herzliches Dankeschön möchten wir der Gemeinde Weistrach mit unserem Bürgermeister Erwin Pittersberger aussprechen. Es macht einfach unglaublich viel Freude, in einer dynamischen, aktiven und modernen Gemeinde wohnen und arbeiten zu dürfen. Es ist nicht selbstverständlich, dass so offen und locker mit solchen schönen, abwechslungsreichen Möglichkeiten umgegangen wird!

 

alle Jahre wieder

Die Zeit zwischen Neujahr und Urlaub ist für mich ein gastronomisches „Niemandsland“. Die intensive Zeit im Dezember scheint vorbei und der vorfreudig herbei gesehnte Urlaub zu den Semesterferien in guter Sichtweite. Als wahrliche Faschings-Legasthenikerin und aufgrund völlig entzugsgeschädigter Geschmacksnerven wegen Mangel an buntem, saisonalen Gemüse- bzw. Obstangebot würde ich mir als mein eigener Doktor einen Winterschlaf den ganzen Jänner verordnen – Stichwort „Winterstarre“/“Jännerloch“ im letzten Jahr…

Doch das wäre jetzt ein bisserl zu einfach, und, ehrlich gestanden, das ach so herrlich trübe, wechselnde, kalt warm nasse und wer weiß sonst noch Wetter treibt einen ja momentan noch förmlich in diese Miese-Peter-Laune hinein 😉 Fenster auf, rausgehen ist ja was für geübt Mutige, tief Luft holen, Stille halten. STILLE, hier ist sie wieder, das vermeintliche Nichts, wird mich verfolgen dieses Jahr. Sie klärt den Nebel und macht Dinge greifbar. Der Zeitpunkt scheint ja nicht besser für ein Projekt, eine Veränderung oder einen vernünftig gesteckten Vorsatz. Außerdem gibt´s doch ein paar Tage, die einem das Durchhalten versüßen, wenn man es zulässt. Ob es ein festlich amüsanter Ball ist (bei uns diesen Samstag, 20. 1., Musikverein Weistrach!!!), bei dem das herraus Putzen und Feinmachen einen nicht nur einen Tag die Gedanken zerstreut oder der Kinderfasching am 28. 1., bei dem das Kinderlachen und die freudestrahlenden Augen die meist aufreibenden Kostüm-Vorbereitungen vergessen lassen. Und wem das zu viel Trubel ist, ein genüssliches Tässchen Kaffee oder Tee bei Familie und Freunden oder einfach mal alleine, vielleicht mit etwas Lesestoff, schmeckt auch um diese Jahreszeit vorzüglich.

Gedanklich bzw. vorbereitungstechnisch geht´s dann auch schon in den Februar. Schließlich ist das neue Programm Frühling/Sommer für die Kochabende auf „Rabenlehen“ in Arbeit (Termine stehen schon…) und auch die Fischwochen im Monat März im Wirtshaus mit einem Fischbuffet an zwei Freitagen (2. und 9. März jeweils ab 19 Uhr) als Highlight´s stehen an. Vorfreude schwingt mit! Schwuppdiwupp ist er rum, der Jänner, alles gut!!!

 

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Jänner, mein Niemands-Land

Auf ins „Nichts“!

Zugegeben, die oberen Zeilen sind gestohlen. Aber sie waren einfach so schön zu lesen, dass ich sie einfach vom Servus-Magazin übernehmen musste. Zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Gemütsverfassung standen sie da, die Worte, die mich beruhigten, spiegelten sie ein doch in mir verborgenes, wieder entdecktes Bedürfnis wieder.

Stille. Ja was ist den das für eine Wirtin die sich Stille im scheinbar stärksten Monat des Jahres wünscht!?! Drunter und Drüber muss es gehen, Party hier, feiern da, spät in die Nacht und Aktion rund um die Uhr… ja was wäre schon ein Dezember den man nicht auch a bissal „spürt“? Doch dann ist sie da, die Stunde, der Zeitpunkt, der Augenblick, wo man die Augen schließt und sich nicht nur im Außen, sondern auch im Inneren wahr nimmt. Jetzt ist Vorsicht geboten, den Stille zu zulassen ist eine Fähigkeit, die nicht Jedermanns Sache ist. Das vermeintliche Nichts, anfänglich meist zu Unrecht, oft als beängstigendes Gefühl wahrgenommen, erweist sich als großer Reichtum in unserer hektischen Zeit, vereint sie doch Körper, Geist und Seele und nährt somit fast von alleine unsere Kraft- und Energiequellen.

Ein Versuch ist´s wert, versprochen. In diesem Sinn wünsche ich Euch für´s Neue Jahr nicht nur Gesundheit und Glück, sondern auch eine schöne Begegnung mit Eurem „persönlichem Nichts“!

P.S.: Natürlich ist etwas persönlicher Freiraum zur Ergründung seines Nichts von Vorteil 😉 Wir gönnen uns und unserem Team ein paar freie Tage und sind ab Samstag,  6. Jänner 2018 wieder. Unser Mostviertler Buffet gibt´s übrigens wieder ab 9. Jänner. Wir freuen uns wieder sehr auf Euren Besuch!

Hackerl das Erste

Wenn ich so die letzten Wochen in meinem gefühlt „letzten“ Gang Vollgas Richtung Jahresende zusteuere, fällt mir heuer eines auf: Jedes Hackerl auf meiner „To-Do-Liste“ für Weihnachten lässt meine Rezeptoren für Weihnachtsstimmung munter werden. Ahhh, jetzt schon! Für mich ein großer Fortschritt 😉 stellte sich in unserem hektischen Gastroleben das Gefühl von Weihnachten frühestens bei Kerzenschein und Singesang unterm Christbaum ein.

Kekse gebacken Nummer Eins, Geschenke und Aufmerksamkeiten besorgt Nummer Zwei, Events und Festlichkeiten auf Rabenlehen gelungen Nummer Drei, jetzt fehlt noch Nummer Vier wenn es im Gasthof ruhiger wird und Nummer Fünf wenn die grob vernachlässigten eigenen vier Wände vom Lurch und Staub befreit sind 😉 Ich möchte zwar keinesfalls meinen, dass nicht all diese Dinge einzeln für sich großen Spaß machen, jedoch entwickelt sich ein angenehmes Gefühl der Entspanntheit und Gelassenheit, wenn ein Hackerl nach dem Anderen gesetzt ist…

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Die Kochabende auf „Rabenlehen“ waren zu Jahresende nicht nur für meine Gäste ein unvergessliches Erlebnis, auch für mich, meinem Mann und meine Eltern gestalteten sie sich in einer wunderbaren Art und Weise gepaart mit einer unbeschreiblichen Bereicherung, unterschiedlicher hätten sie nicht verlaufen können. Zuerst fand ein Kochabend mit einer „offenen Gruppe“ (d.h. mit unterschiedlichen Teilnehmern) statt, anschließend buchte eine kleine Firma den Abend als Kochkurs exklusiv und kochten sehr interessiert mit, es folgte eine größere geschlossene Gruppe die sich mehr auf die Verkostung der Weine konzentrierte, dicht gefolgt von zwei wirklich stimmungsvollen (und sehr ertragreichen) Kekserlabenden, zum Schluss gab es noch ein wahrlich herrschaftliches „Private Dining“  als Weihnachtsfeier. Das hört sich ungemein spannend an und fast so, als ob wir die Arbeit in unserem Gasthof etwas vernachlässigen würden.

Doch keine Sorge, das täuscht, und zwar gewaltig. Mit Leidenschaft und Hingabe betreuen wir jeden unserer Gäste, vom Mittagsmenü zum „á la Carte“ Gast, von der kleinen bis zur großen Feierlichkeit und natürlich, so wie jetzt zu dieser Jahreszeit, von der gemütlichen Stammtischrunde bis zur wohl verdienten Weihnachtsfeier.
Schön, dass wir so treue Gäste haben, die gerne zu uns kommen, Danke!

Post vor Weihnachten wird sicher noch kommen, bis dahin: Mögen möglichst viele „Hackerl“ ihren Platz auf der Liste finden!