Eine Frage des Blickwinkels

Da staunten wir nicht schlecht, als wir nach einer Wanderung durch die Ötschergräben an einem Stausee vorbei kamen, der uns an etwas erinnerte: unsere Sommerreise letztes Jahr… sind doch der Unterschied oberflächlich betrachtet von den zwei Bildern lediglich ein paar Holzboote und eine wackelige Schaukel.

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Doch zwischen einem Tagesausflug, und mag er noch so schön sein, und einem mit Bedacht ausgewählten Urlaubsziel, liegen emotional Welten. Was ist da in uns, was Urlaubsdestinationen so besonders macht? Welche Sehnsüchte werden da in uns geweckt? Und wieso gelingt es uns, diese in der Ferne besser zu stillen? Mit uns auf Reise, so empfinde ich es, geht auch unsere Seele. Sie erfreut sich an neuen Eindrücken, fremden Tagesablauf und an zu entdeckenden Abenteuern.  „Im Rausch der Sinne“ lässt man den Alltag viel besser hinter sich. Reisen, für Viele ein Grundrecht, ein Lebenselixier und ein Kraftquell. Doch eines kann man besonders diesen Sommer sagen: ein Privileg, welches nicht jeder Mensch auf dieser Welt besitzt.

Trotz oder eben gerade wegen der fordernden Corona-Zeit, wo unser Gasthaus geschlossen bleiben musste, haben wir beschlossen,  unseren Sommerurlaub nicht ausfallen zu lassen. Wir haben zwei kleine Kinder, die sich mächtig auf Mama und Papa ohne Arbeit freuen, außerdem möchten auch wir diese erholsame, energiespendende Zeit nicht missen.

Wir starten mit dem Urlaub am 6. Juli, er endet am 22.  Juli.

Gerne sind wir ab Donnerstag, 23. Juli wieder für Euch da. Für Reservierungen oder Anfragen bitte nützt das Formular, welches auf der Seite der „Mittagsmenüs“ zu finden ist. Telefonisch ist es zwar möglich, aber auch etwas schwierig, da wir nicht immer Zuhause sein werden. Gerne könnt ihr es probieren, aber es ist immer etwas frustrierend, wenn man niemanden am Telefon erreicht… Wir freuen uns sehr, wenn wir uns nach dem Urlaub wieder sehen! Übrigens: Es starten da auch unsere Freitägigen Grillabende, gemütlich genussvolle Stunden bei uns im Wirtshaus garantiert. Habt eine schöne Zeit!!!

Oft ist´s ein bisserl laut

auf dieser Welt. Unglaublich, wie viele Einflüsse „von Außen“ oft  und das zumeist ungefragt, auf einen einprasseln. Scheinbar ungeschützt sind wir Ebbe und Flut des Lebens ausgesetzt und nicht selten fühlt man sich da ein wenig einsam in seinem Schiffchen. Es wird ja oft behauptet, „wir sitzen alle im selben Boot“. Nunja, absaufen will man ja eh niemanden lassen, aber diese Aussage ist schon ein bisschen einengend.  Der gleiche Ozean, der je nach Wetterlage einmal mehr, einmal weniger freundlich ist, in Ordnung, aber wir alle im selben Boot? Die Einen navigieren, die Anderen rudern und Manche lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen? Das würde ja bedeuten, das man als Einzelner kaum eine Wahl hat und wenig Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen.  Und das, wo wir Menschen unterschiedlich fühlen, empfinden und erleben? Laut ist´s oft in dieser Welt, die wir teilen. Doch die Paddel hat jeder von uns bereit, die Richtung zu ändern, in eine ruhigere Ecke zu schippern und einmal an Land anzulegen.

Die Corona-Zeit und deren Auswirkungen könnten für Jeden nicht unterschiedlicher sein. Wir sind sehr glücklich, durch diese außergewöhnliche, turbulente „Welle“ halbwegs unversehrt durchgerudert zu sein. Darüber sind wir unseren Mitarbeitern und Euch, unseren Gästen sehr dankbar!  Wir sind sehr gespannt, ob die Erfahrungen, die wir in dieser Zeit machen durften, Nachwirkungen zeigen oder ob uns der „Alltags-Rausch“ wieder schnell eingeholt hat.

Zumindest im Wirtshaus haben wir das Gefühl, dass das „Business as usual“ bis auf die größeren Feiern schon wieder fast hergestellt ist. Daher werden wir an den letzten 2 Samstagen, die wir eigentlich bis zum diesjährigen Sommerurlaub (6. bis 22. Juli) ganztägig geöffnet halten wollten, wieder zu den ursprünglichen Öffnungszeiten (9 bis 14 Uhr auslaufend) zurück kehren. Wie erwähnt, der Sommerurlaub steht an… im Bild oben übrigens ein wunderschöner Sonnenaufgang Bali 2019. Anfänglich waren wir noch etwas unsicher, ob wir uns die anberaumte Zeit im ganzen Ausmaß gönnen wollen bzw. auch können,  schließlich war der Betrieb 3 Wochen ganz still gelegt. Urlaub (und nicht Stillstand) bedeutet aber Seelennahrung, nicht nur für jeden Einzelnen, auch in der Familie und Partnerschaft. Eine unwiederbringliche Zeit, mit unserem Boot eine größere Insel der Ruhe anzusteuern, auf die wir uns sehr freuen!

Aufgsperrt is´

Lang hab ich überlegt, was ich hier über diese ganze „Corona-Zeit“ aus Sicht der Gastro so zum Besten gebe. Oft kam es mir vor, dass ein kleiner Babyelefant auf meinem Kopf herum trampelte und fröhlich posaunte „Gemeinsam schaffen wir das!“ Törrrööö, welch Freude!!! Am Ende kamen die Kopfschmerzen…

Kurzum die Erkenntnis: Er hat Recht! Voll und Ganz. Wir leben in einer wunderbaren Famile, die seit Generationen zu einem stabilen Fundament unseres Wirtshauses beigetragen haben. Wir haben das große Glück, ambitionierte MitarbeiterInnen mit tollen Charakteren in unserem Wirtshausteam zu haben. Wir schätzen es sehr, so großartige, treue (Stamm)Gäste in unserem Wirtshaus immer wieder begrüßen zu dürfen. Nur mit diesem Summenspiel können wir behaupten: Wir schaffen das. Danke, dass wir uns auf uns gegenseitig verlassen können!

Liebe Politiker und Interessensvertreter, die ihr meint, mit allerlei Programmen, Förderungen und Maßnahmen, der Gastronomie oder auch anderen betroffenen Branchen aus Handwerk oder Dienstleistung, vielen Kleinunternehmen, helfen zu können, sei gesagt: Zu dem „gemeinsam“, dass ihr so schön inszeniert habt, zählt ihr  leider (noch) nicht.

Schön, dass es wieder los geht!!! Und das Öffnen bringt auch folgende Angebote mit sich:

  • Essensabholungen sind weiter gern möglich! Die Speisenkarte und Bestellformular dazu gibt´s unter der Rubrik „Mittagsmenü“. Natürlich nehmen wir Bestellungen auch gerne telefonisch entgegen.
  • Ab Samstag, den 23. Mai, haben wir auch Samstag ganztägig bis 23 Uhr geöffnet. Küche durchgehend bis 21 Uhr. Kaffee, Kuchen und Eis am Nachmittag sind natürlich auch wie gewohnt im Angebot! Da aktuell keine Feiern/Hochzeiten mögich sind, können wir das bis voraussichtlich einschließlich 4. Juli beibehalten.
  •  Unsere Sonnenterrasse im 1. Stock wird bei Schönwetter für Getränke & Kaffee geöffntet. Verweilen, chillen, es sich gut gehen lassen. Etwas Dolce Vita mitten am Weistracher Dorfplatz!
  •  Die Nachfrage war schon öfter da, nun ist es fix im Sortiment: Frühstücken beim Wirten! Außer zu Sonn- und Feiertagen (Frühshoppen) bieten wir ab 9 Uhr kleines, feines und bodenständiges Frühstück an.

Vielen lieben Dank für eure Unterstützung, euer Kommen und eure netten Worte, es wird ein schöner, besonderer Sommer 2020 😉

 

Wie läuft´s im Wirtshaus so?

16. März war der Tag, als wir unser Wirtshaus von heute auf morgen schließen mussten. Von einer Regierung verordnet. Zwangspause. Gesundheit geht vor. Wir dachten, nach gut 3 Wochen wäre der Spuck vorbei… Gelähmt von den ersten Verstands-Reaktionen, was das für uns sowohl im Positiven als auch im Negativen bedeutet, mussten wichtige Entscheidungen getroffen werden, was den Fortbestand unseres Wirtshauses sichert. Wir haben es uns nicht leicht gemacht. Der Dank in dieser Anfangszeit geht zu vollen Teilen an unsere Mitarbeiter. Mit weniger Druck und ohne bürokratische Irrwege, die leider am Ende der Durststrecke sogar unbelohnt bleiben, können wir bei einem vernünftigen, möglichst unbeschwerten Neustart handlungsfähig bleiben. Das dieser weder planbar noch kalkulierbar werden würde, war von Anfang an klar.

Lange habe ich nicht gewusst, wie ich mit dem Ganzen umgehen soll. Neue Gesetze, von Angst getränkte Prognosen, Verbote und schlimme Aussichten prallten ungebremst auf einen ein. Es ließ nicht lange auf sich warten, und verschiedene Meinungen mit unterschiedlichen Theorien machten das Chaos perfekt. Zu dem kam noch ein Überfluss an frei einteilbarer Zeit, für Gastronomen etwas ganz Außergewöhnliches. Was tun bei all der Überforderung? Kurzum: Nachrichten minimieren, putzen, zusammen räumen, sortieren, entrümpeln, was man halt in so einen großen Wirtshaus alles machen kann 😉 Herrlich für Körper, Geist und Seele. Erkenntnis am Ende? Komplette Machtlosigkeit im Äußeren. Ein Gefühl, mit dem man relativ gut umgehen lernen kann, wenn man die Ruhe im Inneren entdeckt. Dann kam die überraschende, kurzfristige Botschaft, dass Essensabholungen erlaubt sind. Ein Lichtstreif am Horizont, eine Perspektive, obwohl das Gefühl, ein Spielball von Entscheidungsträgern zu sein, nicht ganz unbegründet scheint.

Dieser Virus macht, dank vieler Maßnahmen, die wenigsten krank, doch infisziert es unser gesamtes Leben. Als Eltern und in der Familie wird einem klar, wie viel Zeit man miteinander verbringen kann und was diese für einen wert ist. Als freier Bürger wird einem plötzlich bewusst, wie sehr ein Staat auf Freiheit, Selbstbestimmtheit sowie auf soziale Kontakte sowohl in der Familie als auch im Freundes- und Bekanntenkreis plötzlich Einfluss nehmen kann. Als Mensch in der Wirtschaft wird einem klar, dass der Handlungsspielraum, in dem man sich bewegt, sehr viel unsicherer und abhängiger ist, als man es sich vorstellen mag. Und was macht es mit einem selbst? Jeder empfindet anders. Jeder fühlt anders, denkt anders und hat unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Wir haben die Komfortzone verlassen, angeblich der beste Nährboden, seinen Horizont zu erweitern…

Es ist Zeit, nochmals Danke an Alle zu sagen, die das Angebot, Essen abzuholen, so zahlreich angenommen haben. Durch Euren Beitrag sind wir zuversichtlich, auch die kommenden Wochen, die für uns wirtschaftlich sicher die spannendsten werden, zu schaffen. Herzlichen Dank für Euer Kommen, Euer Zuhören, Eure Bereitschaft, uns und die daraus resultierende Wertschöpfung in der Region zu unterstützen. Wir melden uns am 15. Mai zurück. Wir lassen uns keine Angst einjagen, und doch werden wir alle Vorkehrungen treffen, die nötig sind. Wir freuen uns auf Euch!

P.S.: Beitrag zum „Restart“ wird kommen, wir lassen uns was einfallen und bedanken uns jetzt schon für Eure Unterstützung und Reservierung 🤗

Vervierend und leer im Wirtshaus

Die Gefühle, die jeder einzelne Mensch nun wahr nimmt, könnten unterschiedlicher nicht sein. Was hat uns da erfasst? Was wirft uns da jetzt durch das Leben wie eine Flipperkugel im Automaten? „Nur“ ein Virus?

Selten werden Verstand, Geist und Seele so stark miteinander konfrontiert, und noch weniger kommt es vor, dass es vielen Menschen zum selben Zeitpunkt unterm Strich ähnlich geht. Ausnahmesituationen müssen wir ja im Laufe des Lebens persönlich immer wieder einstecken, ob Verlust, Enttäuschungen, Zweifel oder andere Sorgen. Doch noch nie wurde die Menschheit so kollektiv infiziert, im wahrsten Sinne des Wortes.

Mit dem Verstand hab ich in meinem Leben schon viele Kämpfe ausgetragen 😉 So gerne wertet er ohne zu verstehen, be(ver)urteilt, ohne zu wissen, handelt, ohne zu denken und weckt zu allem Überfluss meist alte, verwobene Gefühle aus der Vergangenheit. Panisch reagiert er, wenn er sich oder den Körper, in dem er lebt, in Gefahr sieht, sei es in materiellen oder ego-behafteten Dingen. Der Geist verhält sich da schon anders. Er nimmt wahr, beobachtet, schätzt ein, ist achtsam mit seinem Umfeld. Er plant aber sehr gerne und neigt dadurch auch zum Kontrollieren. Und was will die Seele? Verborgen schlummert sie im tiefsten Inneren des eigenen Seins, im normal hektischen Treiben des Alltags schwer hörbar. Vergleichbar mit einer zarten, kleinen Pflanze mit starken, tiefen Wurzeln, wartet sie darauf, dass man sie entdeckt. Jederzeit bereit, ihre Schönheit und Kraft zu entfalten, vorausgesetzt, man widmet ihr regelmäßig Zeit und Hingabe. Verstand, Geist und Seele, noch nie ward ihr so gefordert wie jetzt.

Kurz zu unser persönlichen Situation im Wirtshaus: Wir haben in unserer Familie keine „Risikogruppe“ und unsere Kühlhäuser sind voll.  Die Tatsache, dass nun, selbst verständlicher Weise, viele Sitzplätze frei sind und Feiern wochenlang im Voraus stoniert wurden/werden mussten, ist die größte Herausforderung. Was nun und was tun?

Unser Betrieb bleibt aktuell geschlossen.

Gemeinsam werden wir diese Zeit schaffen. Passt auf Euch und Euer älteres Umfeld auf, bleibt Zuhause wenn ihr krank seid, und wenn wir uns kommende Woche sehen, schenken wir uns gegenseitig eine kleine Auszeit!

Sollten sich aufgrund der wechselnden Lage Öffnungszeiten wieder ändern, findet Ihr aktuelle Informationen hier auf unserer Homepage.

Alles Liebe, Zusammenhalt und unter gegenseitiger Rücksichtnahme
Fam. Maderthaner und Team

Das Kostbarste,
was wir als Menschen m Leben finden können,
ist die innerliche Weite, die sich öffnet,
wenn wir an nichts denken.
Eckhart Tolle

 

Es gibt die Momente,

da steht im Leben plötzlich Alles still. Kein Wind in der Luft, die Sicht klar, die letzten Wolken verschwinden am Horizont. Es ist ruhig, sehr ruhig. Erfahrungsgemäß sind es nicht unbedingt die schönsten, entspanntesten Augenblicke im Leben, die einen Erstarren und den Rest der Welt vollkommen vergessen oder als unwichtig erscheinen lassen. Zu sehr sorgt unsere Psyche dafür, das sich Schlechtes einfach tiefer manifestiert als Gutes. Ich muss gestehen, dass ich, gerade in der treibenden, stürmischen Zeit im Wirtshaus (November-Dezember-Wild-Weihnachten-Kochabende…) viel nachgedacht habe und in mich gegangen bin. An dem Abend, als ich diese Foto vor meinem Elternhaus gemacht habe, wurde mir klar: Wir tragen diesen Moment immer in uns, er ist immer da. Leider sind wir oft nur zu beschäftigt, in bewusst wahr zu nehmen. Denn er ist ohne Übung immer wieder ganz schnell weg, im Trubel des Alltags. Auf den Moment, der Frieden einkehren lässt in unserem Leben!!! Er schenkt uns nämlich unglaublich viel Raum, Kraft und Freiheit.

Glücklicherweise stehen wir vom Wirtshaus nun direkt vor unserem Urlaub, also viel Zeit, sich diesen Momenten zu widmen 🙂 Also bitte nicht böse sein, wenn ihr vom 27. Jänner bis 12. Februar vor geschlossenen Wirtshaustüren steht, aber mit viel „Raum, Kraft und Freiheit“ kehren wir im wahrsten Sinne des Wortes zurück: Raum wird es ab Ende Februar neu geben in unserer „Gmoa-Stubn“, Kraft in dem wir als Familie und Team erholt zurück kommen und Freiheit, so viel sei verraten: von unserer neuen Stubn wird man direkt in den Innenhof gehen können. Nur bitte noch nicht Zuviel davon erwarten, den der Innenhof ist wahrlich noch ein kleines „Entwicklungsfeld“ unseres Wirtshauses…

Und für diejenigen, die wissen wollen, wie es kulinarisch bei uns nach dem Urlaub weiter geht: Auf der Tageskarte wir Fisch vermehrt zu finden sein. Außerdem veranstalten wir wieder unser Fischbuffet an drei aufeinander folgenden Freitagen jeweils ab 18 Uhr: 28. Februar, 6. März und 13. März. Vorspeisen (Räucherfische, Aufstriche, hausgemachte Spezialitäten,…) kredenzen wir herzhaft dekoriert zu Tisch, Hauptspeisen in großer Auswahl mit dazu passenden Beilagen & Salaten gibt es nach Belieben am Buffet. Wir freuen uns auf Euren Besuch und bitten um eine Tischreservierung.

 

 

Den richtigen Zeitpunkt

für große Entscheidungen zu treffen, ist nicht immer einfach, schließlich müssen (oder sollten…) daraus resultierende Konsequenzen auch in irgend einer Weise getragen werden. Doch was ist, wenn es „denn perfekten Zeitpunkt“ nicht gibt? Der Verstand und das Ego erklären uns ja regelmäßig, was wir wann, wie oder überhaupt zu Tun oder zu Lassen haben, während das Herz schon lange weiß, wo´s hingeht. Der ständige Optimierungswahn unserer Gesellschaft trägt noch das Übrige dazu bei.

Unser Blumenstock, den ich ausnahmsweise beim Überwintern einmal nicht umgebracht habe, gab mir heuer seine eigene Antwort darauf. Während die meisten Blüten im Hochsommer bei großer Hitze innerhalb kürzester Zeit verblüht waren, zeigt ein Dolden sich erst jetzt in seiner ganzen Pracht. Kräftiger, stärker, farbenfroher und mittlerweile schon über 3 Wochen erfreut er mich mit seinem strahlenden Blau, und er wird es noch ein Weilchen tun. Er war noch nicht bereit zum „richtigen Zeitpunkt“, da wo alle Anderen blühten, da, wo es sich „eigentlich gehört“. Vielleicht ist es manchmal gar nicht schlecht, sich etwas zurück zu lehnen und „sein“ zu lassen, in dem Vertrauen, dass der „persönliche“ richtige Zeitpunkt dem eigenen Rhythmus folgend kommt. Fühlt sich gut an, finde ich.

Diagnose: Bratlkoma

Also, eines einmal vorweg: Wir lieben unser Mostviertler Mostbratl mit all seinen Nebenwirkungen, die wir das letzte halbe Jahr genießen durften. Keine Sekunde möchten wir missen an dem, was wir mit Euch erreichen konnten. Doch eines ist Gewiss und darf man weder bei sich selbst als auch bei seiner Umwelt nicht vergessen: Alle Dinge im Leben unterliegen der Polarität: Tag und Nacht, heiß und kalt, gut und schlecht, das lässt sich ewig fortsetzen. Wo Licht ist, ist auch Schatten und das Eine wäre ohne das Andere nicht existent. Ums kurz zu machen: Es hat eine ganze Jahreszeit, den gesamten Sommer, gebraucht, bis sich Alles wieder soweit eingependelt hat.

Zuerst war die Phase des „Boah wir dürfen da dabei sein“, dann, „Wow, wir dürfen tatsächlich nach Wien fahren“, darauf folgte „Wow, jetzt hat das Bratl das wirklich gewonnen“ bis „Was wird nun auf uns zu kommen?“. Dazwischen und Mitten drinnen war natürlich normaler Wirtshaus-Betrieb, Hochzeiten, Feierlichkeiten, großer Familienurlaub, Grillwochen, Kochabende auf „Rabenlehen“ und natürlich immer wieder wir als Familie! Viele Dinge, starkes Pensum. Wenn man so dicht eingespannt ist, da darf man auch schon mal in eine Art „Koma“ fallen, sämtlich Dinge fokussiert auf  das Wichtigste. Und es kann passieren, dass man auf sich selbst vergisst, zu wenig Zeit für die Seele, zu viel Zeit für den Verstand. Der Herbst mit seinen kühleren Temperaturen hat uns nun endlich aus dem „Tiefschlaf“ geweckt, der Alltag regelt sich. Doch was das Beste ist? Wenn man rückblickend spürt, dass diese Zeit zwar schön, aber auch fordernd und intensiv war. Bewusstsein über das, was geschehen ist. Mehr bedarf es oft nicht um wieder etwas zur Ruhe kommen zu können.

Das Bild oben stammt übrigens von unserem diesjährigen Sommerurlaub. Wir hoffen, dass auch Ihr einen wunderbaren, unvergesslichen Sommer hattet!

 

 

Im Universum des Lebens

kommen einem schon viele Ereignisse unter. Ob bewusst oder unbewusst wahr genommen, das Zusammenspiel aus vielen kleinen und einigen großen Dingen, ergibt immer wieder auf´s Neue etwas Wunderbares, das gemeinsame Ganze. Ja von WAS bitte schreibt den DIE nun wieder daher? Universen, gemeinsames Ganzes, spirituell angehaucht und energetisch angesäuselt?!? Zugegeben, mit dem Sinn des Lebens beschäftig sich fast jeder einmal in seinem Leben, die einen kürzer, die anderen länger, meist aber später, Mid-Life-Kriese und Wechsel lassen grüßen. Manchmal stellt man sich die Sinnesfrage aber auch schon früher, häufig, wenn man einmal nicht durch die rosigsten Zeiten seines Lebens geht…

Auf was ich hinaus will? Schon einmal Nachts, bei wolkenlosem Himmel, die Sterne bewundert? Wenn sie klar und strahlend um die Wette funkeln und einen den Rest der Welt vergessen lassen? Und nun bitte den Raum dazwischen wahr nehmen, das scheinbar finstere Nichts, das große Weltall, frei von Form. Wir sehen Sternschnuppen verglühen, wir beurteilen die Entwicklung von Galaxien, berechnen die Entstehung von Sternen, faszinieren uns an Supernovas und analysieren ehrfürchtig die Schwarzen Löcher. Und dazwischen? Was ist dazwischen? Scheinbar nichts und doch so viel. Unglaublich viel Platz gibt es da dazwischen, der doch voller Fülle ein immenses Maß an Energie und Freiraum bietet. Und das ist der Punkt. 9 Plätze 9 Schätze ist ein Stern, leuchtend am Himmel, der etwas Besonderes ist und einem Freude macht. Doch im Rundum, da steckt so viel mehr, so viel Leben. Nur nicht in Versuchung kommen, sich von Schönheit blenden zu lassen…

Aber DANKE, dass wir gemeinsam diesen Stern entdecken und erkunden durften! Er wird uns noch lange in Erinnerung bleiben!

 

Ab ins Finale!

9 Plätze 9 Schätze – So gut isst Östterreich, wir kommen. Und daher gehen wir diese Woche nochmal bis zum Äußersten, Reizüberflutung mit dem Mostbratl, Angriff auf diversen Social – Media – Kanälen, Präsenz in der ein oder anderen Zeitung (danke an Alle, die das auch ermöglicht haben!), Mundpropaganda im Wirtshaus. Es geht ans Eingemachte. Da stellt man sich schon einmal die Frage: Darf man das? Mit überdurchschnittlicher Präsenz, ja fast aufdringlich kann man auch meinen, ein Erfolgswelle (was auch bitte immer eine sein mag) auf Andere überschwappen zu lassen? Nicht Jeder hat Lust auf so viel Nass, Wasser bedeutet auch unberechenbaren Wellengang und nicht jeder mag mit schwimmen. Gewohnte Gewässer hat man bekanntlich lieber als Fremde, und doch weckt einem am Horizont immer wieder die Sehnsucht.

Diese Woche fahren wir zusammen auf eine kleine Reise, wenn ihr wollt, bitte begleitet uns dabei! Die haben nämlich wir gemeinsam gewonnen. Sie kann uns Allen in Erinnerung bleiben, aber nur, wenn wir sie teilen, die Gefühle, die Emotionen, das Erlebte. Wir freuen uns darauf!

Vielen lieben Dank übrigens an Doris Schwarz-König (www.schwarz-koenig.at) für das Foto, das ich oben verwenden durfte und natürlich auch an den Mostviertel-Tourismus (www.mostviertel.at), allen voran Gudrun Vösenhuber, die nicht nur das Shooting ermöglicht hat!

Unser Fahrplan in dieser Woche:

Mittwoch, 22. Mai

ORF 2, 19 Uhr NÖ heute
Bericht von und aus unserem Wirtshaus
außerdem Tagsüber im Radio NÖ zu hören
Danke Thomas für dein Engagement!

Freitag, 24. Mai

Ich darf abends für die ersten Proben schon in Wien/Küniglberg sein, auf Instagram wird die ein oder andere „Story“ gepostet…

Samstag, 25. Mai

Proben und Generalproben ab 14 Uhr
Unser Fanbus mit 25 Weistrachern und Mostviertlern macht sich um 16 Uhr auf den Weg. Die Live-Sendung beginnt um 20.15 auf ORF 2, moderiert wird sie von Barbara Karlich im Live-Studio und von Norbert Oberhauser in der „Fanmeile“. Das Live-Voting startet bzw. endet, wenn es von der Moderatorin/vom Moderator bekannt gegeben wird, soweit wir wissen aber erst nach der Präsentation des letzten Gerichtes. Die gebührenpflichtige Nummer für´s Mostbratl ist aber schon im Internet zu finden: 0901 05 90909. Die Rückfahrt wird nach der After-Show-Party sein.

Sonntag, 26 Mai

Welcome back, wir sind wieder im Wirtshaus!!!