Oh du fröhliche…

Heute hat sie mich erwischt, die Weihnachts-Hektik. Eiskalt. Ohne mit einer Wimper zu zucken. Sie überraschte mich in einem unbemerkten Moment. Habe ich mir doch ausgerechnet heuer vor genommen, mich mehr in meinem Selbst zu bewegen, die um mich herum treibende Unruhe einfach sein zu lassen. Doch wenn Kinderwünsche aufgrund mangelnder Lieferfähigkeit unerfüllt bleiben könnten, da bricht das Mama-Herz in einem los, und dann ist es rum mit dem inneren Gleichgewicht. Wind flaut auf, und ehe man sich versieht, formt sich daraus ein Sturm, der bis zum Orkan hoch gestuft wird 😉 Warum ist Ruhe bewahren und Innehalten in solchen Momenten so schwierig? Die Verkäuferin tut mit ihrer professionellen Freundlichkeit ihr Bestes, auch wenn man die Antwort nicht hören mag. Die anderen Verkehrsteilnehmer wollen ja auch nur von A nach B, in Luft auflösen können sie sich auch nicht und die Ampeln, naja, gesetzesgemäß müssen die auch mal auf rot umschalten. Der Weg vom Geschäft nach Hause zum Laptop, dem World Wide Web sei dank wird´s doch irgendwo so ein Teil noch geben, scheint schier unendlich.

Wie passiert´s, dass einem eine eigentlich so banale „Kleinigkeit“ so zusetzt? Zwar mag ich behaupten, dass die Nerven nicht völlig über Bord geworfen wurden, aber dieses Gefühl, sich so „unrund“ zu fühlen, war doch ein eigenes. 

Ich kann berichten, dass das Christkind noch erfolgreich liefert. Kaum  war der Kauf mit einem Mausklick bestätigt, normalisierte sich der Atem. „Stress-Situationen“, wenn man sie so nennen mag, wird’s immer wieder geben, das dazu gehörige Beobachten seiner Selbst, ist erlernbar. Was dann folgt, weiß ich noch nicht, aber ich hab ein gutes Gefühl!

Um dem Wahrnehmen der Weihnachtszeit zu frönen haben wir diese Woche Sonntag geschlossen. Wir gönnen uns und unseren Mitarbeitern einen Tag Weihnachts-Auszeit für Familie und Freunde, bewusst gesetzt an einem Sonntag. Das Wochenende ist für viele die wertvollste Zeit der Woche, in der Gastronomie schwierig oder nur teilbedingt möglich. Wir danken für das entgegen gebrachte Verständnis!

Waldphilosophie im Wirtshaus

Eine gefühlte Ewigkeit, zumindest mehr als einen Monat ist´s seit dem letzten Beitrag her, ja was ist den los? Schreibblockade? Zu viel Arbeit? Kein Lust? Andere Prioritäten? Ehrlich gesagt, ich habe mir keinen Kopf darüber gemacht, ja, es war sicher von Allem was dabei, aber Sorgen darüber gemacht? Nein, das hab ich nicht. Ich hab vor lauter Bäumen einfach den Wald nicht mehr gesehen. Aber bitte jetzt ja nicht denken,  dass ich einfach nur ein bisschen auf meiner Leitung gestanden bin, dazu hatte ich wirklich keine Zeit!

Es ist nämlich durchaus schön, den Wald mal nicht mehr zu sehen, sondern einfach „nur“ die Bäume. Die sind meistens unterschiedlich. Es gibt Dünne, Dicke, Gesunde, Kranke, Hohe… nein, Spaß Beiseite.  Inne halten. Wahrnehmen, was ist. Das auch mal für gut befinden. Nicht hasten, weiter, schneller, besser, schöner. Einfach mit dem was anfangen, was ist. Das Rauschen der Blätter, das Singen der Vögel, das Knistern der Eicheln, wenn man auf sie tritt, der moosig feuchtelnde „Herbstgeruch“, das weit entfernte Lärmen der Welt, die durchblinzelnde Sonne, die Licht ins Dunkle bringt. Und so kommt´s, dass man mitten im Wald, weder diesen, noch die Bäume sieht. Das ist Kraft, unglaublich. Energie in Reinform. Was noch viel besser ist? Dazu braucht man nicht immer unbedingt mitten im Wald stehen, es gelingt mit etwas Übung und Ruhe auch Zuhause. Ganz einfach.

Dieses Bild entstand übrigens bei einem meiner Ausritte mit meinem Pferd. Es ist immer die gleiche Stelle, die mich berührt. Für Kraftplätze und Inspirationsquellen braucht man sich nicht weit auf die Reise machen. Die Blogbeiträge auf der „Wirtshauskuchl“ werden sich inhaltlich nicht mehr hauptsächlich mit Themen wie „Wildwochen“, „Platzerl für Weihnachtsfeiern“, „Hochzeitssaison“ etc. auseinander setzen, das kommt jährlich wieder. Das ist gut so. Rhythmus ist eine feine Sache.

Das Leben, was das Herz bewegt, nicht den Kopf.
Das ist´s.
Das macht das Leben lebenswert!

Und keine Sorge, unsere Wochen-Menüpläne, die Startseite und sämtlich andere Rubriken werden weiterhin mit allen aktuellen, saisonalen und informellen Neuigkeiten gespickt 😉 bringt Freude und macht Spaß!

 

„Nose to Tail“

Von der Nase bis zum Schwanz, also das Prinzip, das ganze Tier von Kopf bis Fuß zu verarbeiten, ist in der heutigen Zeit zwar in aller Munde, in der Praxis siehts jedoch gewaltig anders aus. Aus ethischen Gründen, aus Prinzip der Nachhaltigkeit oder aus Respekt dem Tier gegenüber, es lohnt sich doch zumindest, darüber nachzudenken.

Bei uns im Wirtshaus wissen wir beim Schwein aus Erfahrung, dass das Schnitzerl/Cordon-Bleu aus dem Kaiserteil (Schale) einfach am Besten schmeckt und die klassisch gegrillten Schweinemedaillons einfach nicht weg zu denken sind.  Zwar findet eine gegrillte Kotelettschnitte, Schweinsbraten, Geselchtes & Speck, beim Mostviertler Buffet der Kümmelbauch und die Ripperl sowie ein Menü-Geschnetzeltes auch guten Anklang, doch das mag im Schnitt nicht ganz mitthalten. Und wie steht´s um die Innereien? Beuscherl und Leberknödel sind auf unserer Speisenkarte vertreten, die Art der Zubereitung erlaubt uns, nicht punktuell auf die Lieferung angewiesen zu sein, den Verfügbarkeit (Frische!) und Zeit zur Produktion decken sich meist nicht.

Summa Summarum, wir sind heilfroh, dass wir unser Schweinefleisch fast ausschließlich von unserem Nachbarn Max Stundner, Fleischermeister aus Leidenschaft, beziehen. Und der weiß, von wo es her kommt! Und da sind wir schon beim Stichwort. Nächste Woche (ab Donnerstag) hat er für unsere Wirtshauskuchl ein halbes Kalb, Milchkalb versteht sich. In der heutigen Zeit ein rar gewordenes Produkt, den Heubeiser und ausländische Ware haben dem Ruf stark zugesetzt. Wir werden sehen, wieviel vom „Nose-to-Tail“ wirklich in der Praxis  umgesetzt werden kann. Den Kalbsbraten wird´s am Samstag geben, die Kalbsbrust am Sonntag und die anderen Gustostücke werden auf der Tafel präsentiert!

Apropos, für Neugierige und Wildliebhaber, Kochbegeisterte und Kulinarik-Fans, der nächste Kochabend am „Rabenlehen“ steht an und das Thema „Nose-to-Tail“ beim jungen Reh wird live vor Ort praktiziert! Am 6. Oktober sind noch Plätze frei, Anmeldungen bitte unter (07477) 423 64. Wer sich beim Wild lieber bekochen lässt: bitte vormerken oder gleich unter obriger Nummer reservieren: unsere Wildwochen im Wirtshaus sind vom 26. Oktober bis 11. November. Wir freuen uns sehr auf Euer kommen!

Schon mal den Mount Everest bestiegen?

Nein, damit meine ich natürlich nicht den mit vollem Respekt betrachteten höchsten Berg der Welt, sondern den Persönlichen. Wie ich das meine? Also, der Monat August war in unserem Wirtshaus sicher eine Art Expedition wie zu einem 8000er. Zwar habe ich praktisch null Erfahrung mit Höhentouren dieser Art, jedoch vielleicht ein vages Grundgefühl, was es dazu bedarf.

Zuerst entschließt man sich freiwillig dazu, diese Reise zu wagen. Man setzt sich das Ziel, nimmt sich das Zeitfenster, steckt das Budget, bereitet sich körperlich und ausrüstungstechnisch dafür vor, bucht einen Guide. Soweit, so gut. Auch wir haben uns im August auf unsere Grillwochen vorbereitet, Termine festgelegt, Speisen bzw. Angebot ausgewählt, Werbung gedruckt. Die Hardware eben, die sich rational vorbereiten lässt. Dann geht´s los, und die Dimension, und ich meine ganz bewusst die in jede Richtung,  auf die man sich einlässt, wird einen erst auf seiner Reise bewusst. Die Luft wird ja bekanntlich vom Basiscamp zu Camp immer dünner und die gesammelten Eindrücke sind meist ungeplant und neu. Menschen, denen man begegnet, die man kennen lernt, Orte, die man sieht, Gefühle die man wahr nimmt, körperliche und geistige Grenzen erfährt, sowohl Euphorie als auch Unsicherheiten einem überkommen. Am Ende, wenn das Glück auf seiner Seite ist, und als Belohnung auf der Spitze des Berges die Aussicht wartet, liegt´s an einem selbst, was bleibt, im Herzen.

Ja, in Summe war unsere Grill-August dem ziemlich ähnlich, nur eben kein Schnee, Wind, abgefrorene Finger (eher verbrannt…), Todesgefahr und so… Aber, und das ist´s, auf was ich hinaus will, das Lebensgefühl, das bleibt! Unser tolles Team, ohne dessen Begeisterung und Einsatz nix möglich gewesen wäre. Die Gäste, die sich auf einen Grillabend mit qualitativ hochwertigsten, tollen Produkten eingelassen haben. Unsere Lieferanten, die Dank zuverlässiger Lieferung Qualität und Frische garantierten. Der Wettergott, der uns fast immer milde gesinnt war. Und natürlich das pulsierende Leben, mit dem so ein Wirtshaus in dieser intensiven Zeit erfüllt wird. Es war herrlich, für uns Alle und hat Spaß gemacht, mit voller Leidenschaft sein Handwerk ausführen zu können, auch wenn das ein oder andere Knocherl im Körper schon ein bisserl gejammert hat. Wir planen die nächste Expedition, Ende Oktober, Wildwochen, wir hoffen, es sind wieder Alle dabei, wir freuen uns!

S´Beste vom Besten

gibt´s auch heuer wieder bei unseren Grillabenden, und damit melden wir uns frisch erholt und gut gestärkt aus unserer Sommerpause zurück. Zum bestellten Gustostück (Steak, Fisch, Spieß…) kann man sich dann nach Lust und Laune an unserem großen, abwechslungsreichen Salat- und Beilagenbuffet bedienen. Wir starten nächste Woche Freitag, 3. & Samstag, 4. August jeweils ab 18 Uhr, es folgen 10. & 11., 17. & 18. sowie 24. & 25. Wir freuen uns auf Euer kommen!

Im Urlaub frönten wir aber nicht nur dem Müßiggang, denn  „Radio Niederösterreich“ war in Weistrach zu Besuch und wollte alles zur „Kaiserin Elisabeth-Warte“ wissen, dabei durfte ein kleines Interview zum Thema „Genuss und Kulinarik“ aus unserem Wirtshaus nicht fehlen. Weiteres war der Maler im Gastzimmer fleißig tätig, und da die abmontierten Lampen und Vorhänge eh schon ältere Modelle waren, wurden sie kurzerhand ausgetauscht. Der neue, wie heißts auf neumodern, „cleanere Look“, präsentiert ein doch ganz anderes Bild unserer Gaststube! Ein kleines „optisches Mitbringsel“ von unserem Urlaub haben wir im 1. Stock in unserem Innenhof umgesetzt. Alte Winkel und Ecken eines Hauses kann man nicht immer auf der Stelle rundum erneuern, aber durchaus lieblicher gestalten, aus Vielem, was wir auf dem Dachboden gefunden haben! „Upcycling“ ist das neue Renovieren 😉

 

Wer sich noch nicht eine ausgiebige Auszeit gegönnt hat, dem sei gesagt, es wird Zeit! Nichts ist schöner, als mit Geist und Körper dem Müßiggang zu frönen und die Seele wieder mal richtig baumeln zu lassen…

 

Zum Ohausen

schaut unsere Gaststube aus, aber nicht, weil wir nach dem Urlaub nicht mehr aufsperren, sondern weil man mit neuer Energie wieder frischen Wind ins alte Gemäuer bringt! Doch heut verrenne ich mich nicht in tiefsinnige Textschreiberei, denn, eh schon wissen, Urlaub ist, keine Zeit für Poeterie und so… Aber, wie versprochen, noch ein kleines Update, bevor wir uns in eine 14tägigen Sommerpause vertschüssen.

Unsere Gaststube bekommt ein leichtes Tuning, nicht weil es vielleicht notwendig ist, sondern weil es Spaß macht!

Unsere Speisenkarte wird ab jetzt durch ein veganes, saisonales und, was mir ein besonderes Anliegen war, regionales Gericht erweitert. Nicht, weil wir jeden Trend mit hüpfen müssen, sondern weil sich Menschen, die auf Tierprodukte verzichten wollen, bei uns ebenso wohl fühlen sollen. Danke Andreas für deine Inspirationen dazu…

Die Grillwochenenden, dieses Mal alle im August (für Infos hier klicken) sind im Anmarsch! Köstliche Beilagen, herzhafte Salate, Steaks & Fisch vom Napoleon-Grill, ein Saison-Highlight für uns als Gastgeber, unsere Mitarbeiter und natürlich auch für unsere lieben Gäste, wir freuen uns auf Eure Reservierung.

Ja, und wann sperren wir wieder auf? 26. Juli, Donnerstag, pünktlich ab 9 Uhr sind wir wieder da, für Reservierungen bitte gerne telefonisch probieren, sind wir im Haus, heben wir selbstverständlich ab! Bis dahin, eine schöne Sommerzeit

Lydia, Karl, Matthias & Hannelore, Fam. Maderthaner Sen. sowie
unser gesamtes Mitarbeiter-Team!

auf Notbetrieb

Seltsam ruhig ist´s gewesen auf der „Wirtshauskuchl“, zwar hat sich das Wochenmenü wie durch Zauberhand immer wieder erneuert, aber sonst, Stille. Was war da los? Kein Blogbeitrag den ganzen Juni? Keine Rezepte bei den Kochideen? Keine News im und vom Wirtshaus? Ich hab mich selbst gefragt, was da wohl los war… muss ich doch gestehen, dass mich nicht einmal das schlechte Gewissen geplagt, höchstens ein klein wenig gedrückt hat 😉

Etwas in mich hinein gefühlt habe ich fest gestellt, dass aber in der Wirtshauskuchl vor Ort doch alles rund und in guter Laune abgelaufen ist, obwohl es nicht wenig zu tun gab. Die Koch/Grillabende auf „Rabenlehen“ gingen in die Sommerpause, wunderbar individuelle Hochzeiten im Wirthaus fanden statt, und auch den krankheits-bedingten Ausfall unseres Koches Leo konnten wir diesen Monat dank großartiger Unterstützung und Zusammenhalt unserer Mitarbeiter gut kompensieren. Danke dafür! Als dann dazwischen die Wirtshaustür geschlossen blieb und etwas Ruhe einkehren konnte, war er plötzlich da, der Blick für´s Wesentliche, das Selbst, die Familie, die Freunde. Kann es sein, dass man in eine Art „Notbetrieb“ fallen kann? Bei Autos gibt’s das ja schließlich auch! Kaum ist ein kleiner Defekt, schaltet der Bordcomputer automatisch nur mehr bis in den dritten Gang. Werkstätte bitte, aber ans Ziel darfst noch unbeschadet fahren… Das spärliche Betreuen der Homepage, das große Aufkommen von Unkraut im Garten, das beständige Ansammeln des Lurchs in der Wohnung… ich glaube, ich könnte noch ein paar Zeugen meines Notbetriebs auflisten, was aber dann doch schon deutlich in den Bereich der Privatsphäre fällt!

Werkstätte wurde angefahren, Hamburg wir kamen, Reparatur erfolgt, Batterien geladen, es war wunderschön und ja, wir können so ein Mini-Time-Out wärmstens empfehlen, es lohnt sich. Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals an unsere Familie und an unser Team für´s Vertreten und Kinder-Betreuen, ohne Euch wäre das nicht möglich gewesen!

Es folgt noch ein Blog-Beitrag vorm Urlaub  (9. bis 25. Juli) mit News & Informellen, versprochen, aber zum Vormerken und ans Herz legen sind noch unsere Grillwochenenden im August: 3. & 4., 10. & 11., 17. & 18. sowie 24. & 25.  jeweils Freitag und Samstag ab 18 Uhr. Wir freuen uns auf Euer kommen und bitten um eine Tischreservierung!

Rauch und Schall

und nix dahinter, nein, so starten wir nicht in den Mai. Konkret auseinander setzen mussten wir uns im Wirtshaus jetzt aber endgültig mit dem undurchsichtigen Rauchverbot. Uns ist bewusst, dass beim „Zusammensitzen“ in gemütlicher Runde beim Wirt für Viele eine Zigarette dazu gehört. Dennoch sind wir verpflichtet, Minderjährige unter 18 Jahren, Nicht-Rauchende Mitarbeiter, Schwangere und natürlich auch Nicht-Rauchende Gäste zu schützen. Da sich unsere Schank im Gastzimmer befindet, sowie unsere Toiletten nur über eben diesen Raum erreichbar sind, haben wir uns zu dem Schritt entschlossen, ein Rauchverbot im Erdgeschoß einzuführen. Qualmende Räumlichkeit und der damit verbundene Geruch passen vielleicht manchmal zur Wirtshauskultur, nicht aber zur Speisenkultur… Um die Möglichkeiten des Rauchens speziell im Winter zu erleichtern, im Sommer bleibt uns überbrückend ja Gott sei Dank der Gastgarten, sind wir noch am Überlegen, Ideen sind vorhanden 😉

Eine weitere handfeste Angelegenheit betrifft unser Team. Wir sind sehr glücklich, denn wir haben Zuwachs bekommen! Andreas ist nun unser neues „Familienmitglied“ und arbeitet bei uns als Koch bevorzugt am Wochenende in der Küche. Unter der Woche sind wir noch immer etwas knapp besetzt, daher suchen wir für 2 bis 3 Tage bevorzugt wochentags (Dienstag, Freitag) eine Hilfskraft zwischen 10 bis 20 Stunden. Wir würden uns noch sehr über eine Bewerbung freuen!

Passend zum Mai steht nun auch der Maibaum am Dorfplatz, der Mostkirtag ist ebenfalls vorbei und der Regen trägt dazu bei, dass die Mostflecken am Asphalt auch verschwinden. Das bedeutet, unsere Gastgarten-Saison ist eröffnet! Frisch und knackig hat der Spargel Einzug auf unsere Tageskarte gehalten. Für Fans unseres Spargel-Cordon-Bleus hat das Warten nun endlich ein Ende, und unser Grillgemüse wird nun wieder mit dem königlichem Gemüse aufgewertet. Was Besonderes habe ich übrigens auch an meinem arbeitsfreien Tag, den „Wirts-Sonntag“, ausprobieren dürfen (Danke Johann!) Das enthalte ich unter der „Kochidee“ natürlich niemanden vor. Es war ein Festmahl!!!

 

 

Auf die Plätze, fertig… BAUMBLÜTE!

Über 10 Jahre ist´s her, dass ein Artikel in der „Tips“ ein hohes Maß an wanderfreudigen Menschen zu uns nach Weistrach lockte. Der Artikel wurde gut verwahrt in einer Mappe, und das ist bei meinen bescheidenen Fähigkeiten bei der Rechnungs – Zettel – Dokumenten – Archivierung eine für mich zufriedenstellende Leistung. Passend zur jetzt beginnenden Baumblüte habe ich in abgetipselt und ich hoffe, er dient zur Inspiration, ein paar herrliche Stunden im Mostviertel zu verbringen, schließlich ist dieses Naturschauspiel, dass unmittelbar bevor steht, doch ein Highlight im Kalenderjahr!

Weg.jpg

Original-Text von Michael Wasner aus der Tips der KW 15/2007, für aktuelle Richtigkeit bzw. Wegmarkierungen kann ich leider keine Gewähr leisten 😉 Etwaige Rechtschreib-/Abschreibfehler möge mir verzeihen, die Tastatur liegt nicht so gut in meiner Hand wie das Messer und der Kochlöffel!

Baumblüte im Mostviertel

Anfahrt: A1 Abfahrt Haag, B 42 Richtung Stadt Haag zur Abzweigung Wolfsbach und entlang der Beschilderung nach St. Johann/Engstetten (Bahnhaltestelle)

Ausgangspunkt: St. Johann in Engstetten (Bahnstation bzw. Parkplatz unterhalb der Kirch, 350 m). Nach einem Blick in die um 1500 erbaute Pfarrkirche (rhombisches Netzrippengewölbe, Ölbild „Madonna im Ährenkleid“, hinter dem lebensgroßen Kruzifix verdecktes Fresko von Lydia Roppold) folgen wir den beim Gasthof Berndl einsetzenden rot-weiß-rot Markierungen durch eine Gasse dann übe eine Löwenzahnwiese entlang von Obstbäumen aufwärts zu wie Bauernhöfen und auf einem Feldweg zur Geländekuppe des Dirnberges (415 m). ein weiter Ausblick über das westliches Mostviertel belohnt den kaum 20-minütigen Anstieg. Das gesamte Talbecken zwischen Haag, Wolfsbach, St. Peter und Weistrach zeigt sich in einem duftig weißen Blütenmeer, dazwischen eingebettet unzählige, stattliche Vierkanthöfe, die neben den Mostobstbäumen diese Kulturlandschaft auf unverwechselbare Weise prägen. Von den südlichen Anhöhen grüßen die Kirchen von St. Michael und Sonntagberg sowie die Aussichtswarten von Platten- und Damberg.

Nach kurzem Abstieg zum Dirngergerhof wendet sich die Route der Waldkuppe des Haberges (402 m) zu. Diese wird knapp unterhalb umgangen, ehe ein Feldweg mit Blickrichtung St. Peter und Seitenstetten nach Hausleiten zur Landesstraße hinableitet. Jenseits auf Wiesenpfaden entlang von Obstbäumen die hier zweigeteilte Westbahnstrecke anvisieren und überqueren (dazwischen gelbes Wegschild „St. Peter – 1 Stunde“). Gleich danach über den Zauchabach und am Güterweg aufwärts bis die nächste Markierung wieder links zu Zauchasenke wegleitet. Bei diesem romantischen Wegabschnitt lassen sich fast immer Rehe und Hasen beobachten. Am Ortsbeginn von St. Peter/Au treffen wir auf die Weistracher Straße, auf der wir nach 300 Meter die Abzweigung des Wanderweges nach Weistrach erreichen (1 1/2 Stunden). Nach dem Inzinghof schwenken wir vor einem eingezäunten Waldstück (hier gut auf die Markierung achten) rechts zum Schoderhof. ab. Hier beginnt eine prachtvolle Birnbaumallee, die uns vorbei an der Fröschl Kapelle in dien Nachbarort Weistrach (350 – 2 1/2 Stunden) hinüber leitet.

Blickfang des sauberen Marktes ist die spätgotische, dem hl. Stephan geweihte Pfarrkirche, die in ihrem Inneren ein einzigartiges, in überschnittenen Schleifen gezogenes Netzrippengewölbe birgt. Zwei gut geführte Gasthöfe bieten Gelegenheit zur Einkehr. Ein ganz besonderes Ereignis ist der traditionelle Mostkirtag, heuer am 29. April, im Ortszentrum.

Am Dorfplatz beginnen mehrere Wanderwege. Wir halten uns an das Wegschild „Bahnhof St. Johann“ und folgen dem Weitwanderweg 454 in nördlicher Richtung. Auch diese Route ist mit den bereits bekannten rot-weiß-roten Schildchen bestens markiert. Sie leiten uns nach der Ortsendetafel links aufwärts zu den „Holzschachenhäuser“ und anschließend durch ein stilles Forstrevier. Bei einem Querstraßerl rechts hinaus zur Landesstraße und nach 100m wieder rechts in einen Güterweg einschwenken. Rechts vor uns sehen wir aus einer Wiesensenke das Dach eines großen Bauernhofes aufragen. Wem nach einer zünftigen Mostschänke zumute ist, der verlässt beim 1. rechts abzweigenden Schotterwegerl die beschilderte Route und spaziert nun zu diesem Bauernhof abwärts, hinter dem sich der „Mostheurige z´Gridling“ der Familie Metz/Sturm verbirgt. Zu den Öffnungszeiten von Freitag bis Sonntag jeweils ab 15 Uhr gibt es hier kellerfischen Most und eine zünftige Brettljause, gegen Voranmeldung (07477/44221) auch an anderen Terminen.

Über ein schmales Wiesenweglein steigen wir am Rande eines Feldes wieder zum Waldrand auf, wo wir mit der markierten Route zusammentreffen und abwechselnd durch Wald, Streuobstwiesen und entlang blühender Obstbaumzeilen der verträumten Bahnstation St. Johann entgegen marschieren.

Gehzeit: 3 1/2 bis 4 Stunden, Wegbeschaffenheit vorzüglich markierte Wiesenpfade, Güter- und Waldwege, kaum Steigungen

Osterpost

Ich weiß, sudern über das Wetter gehört in unseren Breiten ja wirklich in die Kategorie Luxusproblem. Aber mal ehrlich, meine aneignenden Gewohnheiten der Wettervorhersage betreffend wirken schon fast neurotisch. Ein schöner, sonniger Tag, einzigartig singular plaziert in der Frühlingswoche, lässt schon am Vortag leichtes Transpirieren an Organisations-Schweiß bei mir aufkommen. Wirtshaus offen?!? Wie lange!?! Wieviel Stunden Sonnenlicht können real unter freiem Himmel aufgesaugt werden?!? Zeitplan abstecken, Vorbereitungen starten! Gummistiefel, Gartenwerkzeug und alles was sonst noch so von Nöten ist, um der Ausübung „Scherren wie ein Hendl im Dreck“ zu frönen, werden griffbereit vor der Haustüre plaziert. Hobby-Kluft und Ausrüstung warten wohl vorbereitet in der Garderobe auf mich, für panisches Suchen im Wäschekorb keine Zeit. Dass die Uhren bei Schönwetter ja wohl doch schneller ticken liegt hoffentlich nicht nur in meiner Einbildung bzw. meinem Zeitmesser… Nächster Tag, frischer Wind, neue Himmelsfeuchte, ach, herrlich, wenn der Winter wieder tagelang mit dem Frühling streitet… so scheint der eigene Körper einen Kampf auszutragen. Lähmende Müdigkeit umkommt den Geist, irgendwer muss den Schlaf nächtens rauben, anders lässt sich der zähflüssige Gemütszustand nicht erklären.

Unabhängig der Wetterlage freue ich mich auf die nun endlich sprießenden Vitamine. Die schmecken herrlich, bringen Frische und Abwechslung in die Wirtshauskuchl und sie geben Gewissheit, dass es vorwärts geht! Der Bärlauch hat´s schon auf die Tageskarte geschafft, der Spargel wird noch etwas bis nach Ostern brauchen und das erste Gemüse aus Österreich wurde schon im Gemüse-Regal gesichtet. Es wird!

Bis dahin freuen wir uns im Wirtshaus auf Ostern, Zeit, Freude und Entspannung mit der Familie. Da diese Zeit zu den Feiertagen bei uns im Wirtshaus etwas begrenzt ist, haben wir uns nachher ein paar Tage „Zwickelfrei“ genommen, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ist geschlossen. Danke für´s Verständnis! Selbstverständlich wünschen wir auch Euch ein frohes Fest, etwas Ruhe, Erholung und viele schöne Stunden, möge der Wetter-Gott darauf keinen Einfluss haben!

Zu guter Letzt: Für Genussfreunde, Lebensgeister und Menschen mit Sinn für´s Kulinarische, die einmal ein besonderes Lebensgefühl erleben möchten,  darf ich noch meine Kochabende empfehlen, die in zwei Wochen (14. und 21. April) zum Thema „Spargel trifft Rind – Frühlingserwachen auf Rabenlehen“ stattfinden. Wir würden uns noch sehr über Teilnehmer freuen! (Infos im Wirtshaus, 07477/423 64)